InnoGames füllt Vakanzen nach Offenlegung der Gehälter
Für das Hamburger Unternehmen hat sich die Offenlegung der Gehaltsbänder bezahlt gemacht: Alle 19 Vakanzen wurden innerhalb von zwei Monaten besetzt. CEO Michael Zillmer und Director of Human Ressources Andreas Lieb sehen sich in der Entscheidung zur Veröffentlichung der Gehaltsbänder bekräftigt. Sie verweisen auf die positiven Effekte und stellen fest, dass sich die befürchteten negativen nicht eingestellt haben.
Die Transparenz scheint sich gelohnt zu haben: InnoGames meldet, seit Juli alle 19 Vakanzen, die zu dem Zeitpunkt ausgeschrieben waren, in nur zwei Monaten gefüllt zu haben. Im Juli hatte das Hamburger Unternehmen InnoGames seine Gehaltsbänder in unterschiedlichen Positionen öffentlich gemacht und andere Unternehmen dazu aufgefordert, es ihm gleich zu tun. Das hat sich gegenüber Arbeitnehmer:innen wohl ausgezahlt.
"Natürlich sind wir vom Ergebnis unserer Initiative begeistert. Kritiker werden sagen, dass es am großen Medienecho und der damit verbundenen Aufmerksamkeit lag, dass wir unsere Vakanzen so schnell füllen konnten. Das war sicherlich ein Faktor, aber eine erschöpfende Erklärung ist es nicht. Dafür hat sich in unserem Recruiting zu viel verändert. Wir bekommen nicht nur - unaufgefordert - viele anerkennende Rückmeldungen von Bewerber:innen, sondern nehmen auch eine deutliche Verbesserung des Gesprächsklimas wahr. Insgesamt haben wir erheblich an Vertrauenswürdigkeit gewonnen. Das wird sich auch langfristig positiv auswirken," kommentiert Michael Zillmer, Mitgründer und COO von InnoGames.
Andreas Lieb, Director Human Resources bei InnoGames, ergänzt: "Alle Faktoren zu identifizieren und quantifizieren, die zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben, ist unmöglich. Genauso unmöglich ist es aber, die Tatsache zu ignorieren, dass uns z.B. die Suche nach einem Datenanalysten (m/w/d) in der Vergangenheit bis zu 15 Monate gekostet hat - nicht 2. Unterm Strich hat unsere Initiative bereits zu fast allen erhofften positiven Effekten geführt, während sich die befürchteten Risiken - allem voran eine Welle von Abwerbungsversuchen - bislang nicht eingestellt haben."
Pascal Wagner