Nach Willen des europäischen Spieleverbands ISFE (Interactive Software Federation of Europe) wird es schon bald ein paneuropäischen Ratingsystem geben. Auf Grund des neuen Jugendschutzgesetzes eignet es sich jedoch nicht für Deutschland.

Die ISFE, europäischer Dachverband der Unterhaltungssoftware, hat die Einführung eines paneuropäischen Ratingsystems beschlossen. Das PEGI (Pan-European Game Information) genannte System soll bis Mitte 2003 schrittweise in allen Länder der Europäischen Union eingeführt werden. Einzige Ausnahme dürfte allerdings Deutschland sein, da das geplante System den Rahmenbedingungen des neuen Jugendschutzgesetzes nicht gerecht wird. So ist bspw. geplant, dass die Publisher eine Selbsteinschätzung der Inhalte abgeben. Auf Basis dieser Selbsteinschätzung soll automatisch ein Rating vergeben werden, das jedoch durch eine zentrale Stelle überprüft wird. Eine Überprüfung findet ausnahmslos bei allen Spielen und sonstigen interaktiven Offlineprodukten statt, denen eine Eignung "ab 12 Jahren", "ab 16 Jahren" oder "ab 18 Jahren" zugesprochen wird. Titel, die eine Empfehlung "ab 3 Jahre," oder "ab 7 Jahre," erhalten werden stichprobenweise überprüft. Mit der technischen Erstellung des Systems und der Durchführung hat die ISFE die niederländische Organisation NICAM (The Neterlands Institute for the Classification of Audiovisual Media) betraut. Unterstützt wird diese in Großbritannien durch die VSC, den britischen Video Standard Council. Zusätzliche Komitees sollen Beschwerden nachgehen, die Kriterien den technischen und inhaltlichen Veränderungen anpassen und rechtliche Veränderungen auf nationaler Ebene hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf PEGI überprüfen.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.