ISFE neu organisiert
Am 14. Januar wurde die Reorganisation der Interactive Software Federation of Europe (ISFE) zu einem erfolgreichen Ende geführt.
Im Rahmen der Gespräche wurden für die Interessensvertretung der europäischen Unterhaltungssoftwarebranche eine neue Satzung und ein Ehrenkodex einstimmig verabschiedet. Gleichzeitig traten neben den Verbänden aus England, Frankreich und Deutschland insgesamt zehn europaweit operierende Firmen der ISFE bei.
Erstmals machen damit die "European Headquarter" der Firmen Activision, Eidos Interactive, Electronic Arts, Infogrames, Konami of Europe, Microsoft, Nintendo of Europe, Sony Computer Entertainment Europe, Take 2 Interactive und Vivendi Universal Interactive von der in der Satzung neu verankerten Möglichkeit Gebrauch, die Tätigkeit der nationalen Verbände auf europäischer Ebene durch eine direkte Mitgliedschaft im Europäischen Verband aktiv zu unterstützen.
In den Vorstand wurden neben den Geschäftsführern der Verbände European Leisure Software Association (ELSPA, UK), Syndicat des Editeurs de Logiciels de Loisir (SELL, Frankreich) und Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) auch Vertreter der Firmen Electronic Arts, Infogrames und Microsoft als stimmberechtigte Mitglieder berufen. Daneben wird die Organisation auf Vorstandsebene durch Vertreter der Firmen Activision, Take2 und Vivendi beraten.
"Dieser Vorgang stärkt die Position unserer Industrie sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene", begrüßt Ronald Schäfer, Geschäftsführer des VUD, die Entwicklung. "Die ISFE wird nun mehr in die Lage versetzt, in den Ländern der Europäischen Union, in denen unsere Industrie bisher durch eine Interessenvertretung nicht vertreten ist, Hilfestellung bei der Gründung von nationalen Verbänden zu leisten und dann für alle europäischen Länder sprechen zu können. Aber auch die nationalen Verbände werden gestärkt, wenn sich die Mitgliedsunternehmen ausdrücklich zur Dualität von europäischem und nationalem Verband bekannt haben, d. h., die Europazentralen ihren nationalen Organisationen ausdrücklich empfehlen, den nationalen Verbänden, soweit nicht bereits geschehen, beizutreten. Insofern spiegelt die Organisation der Industrie die politische Realität wider, in der europäische Gesetzgebung keinesfalls nationale Gesetzgebung ersetzt, sondern vielmehr neben diese getreten ist und daher Interessenvertretungen auf beiden Ebenen erfordert."