ISFE zieht PEGI-Bilanz
Über 2500 Spiele wurden seit Start des freiwilligen Altersratingsystems PEGI geprüft und mit entsprechenden Stickern versehen. Das geht aus einer Bilanz des europäischen Spieleverbands ISFE zum zweijährigen Bestehen von PEGI hervor.
Seit nunmehr zwei Jahren existiert in Europa mit dem Pan European Game Information System, kurz PEGI, eine freiwillige Alterskennzeichnung für Computerspiele. Zum Jubiläum haben die Initiatoren vom Softwareverband ISFE (Interactive Software Federation of Europe) eine erste Bilanz gezogen. Insgesamt 2584 Spiele wurden geprüft und entsprechend gekennzeichnet. Über 120 Publisher haben Titel für ein PEGI-Rating eingereicht.
Auch Angaben über die Prüfergebnisse hat die ISFE veröffentlicht. Demnach erhielten 47 Prozent aller Titel eine Einstufung "3+" und sind damit für Kinder über drei Jahren geeignet. Den Sticker "7+" erhielten neun Prozent, den Sticker "12+" 28 Prozent aller Titel. Nur 13 Prozent aller geprüften Spiele wurden mit einem "16+" und nur drei Prozent mit einem "18+" gekennzeichnet.
Obwohl das PEGI-Rating zum Teil auch auf Spielen in Deutschland abgebildet ist, gehört Deutschland zu den wenigen Ländern Europas, in denen PEGI bedeutungslos ist. Seit Einführung des neuen Jugendschutzgesetzes am 1. April 2003 ist die Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen in Deutschland gesetzlich verankert. Ein gänzlich freiwilliges und nicht bindendes System, wie es PEGI darstellt, ist in Deutschland damit nicht ausreichend.