Führende IT-Unternehmen haben sich zur Climate Savers Computing Initiative zusammengetan. Ziel der Vereinigung ist die Einsparung von Energie und die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Unabhängig davon hat Infineon bereits eine neuartige, besonders sparsame Chiparchitektur vorgestellt.

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat zusammen mit Intel, Google, Dell, Hewlett Packard, Lenovo und anderen Unternehmen die Climate Savers Computing Initiative gegründet. Das Ziel der Vereinigung ist die Einsparung von 5,5 Mrd. Dollar an Energiekosten und die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um jährlich 54 Mio. Tonnen. Insgesamt beteiligen sich 36 Firmen an dem Projekt. Dabei hat man insbesondere die geringe Energieeffizienz von Computern im Auge. "Derzeit verschwendet ein Durchschnitts-PC fast die Hälfte der verbrauchten Energie. Server vergeuden etwa ein Drittel", erklärt Urs Hölzle, Senior Vice President Operations bei Google. Zunächst will man sich nach der Energy-Star-Richtlinie des EPA richten. Die Anforderungen an die Hersteller sollen aber schrittweise steigen. Für 2007 wird eine Energieeffizienz von mindesten 80 Prozent für PCs gefordert, bis 2010 werden 90 Prozent angepeilt. Für Server sollen noch strengere Richtlinien gelten. Hier sind 85 und 92 Prozent vorgesehen. Den Sinn des Vorhabens verdeutlichen Zahlen des statistischen Bundesamtes, demzufolge in deutschen Privathaushalten durch Stand-by-Schaltungen etwa 3,3 Mrd. Euro an zusätzlichen Energiekosten anfallen. Auch in Firmen besteht großes Sparpotenzial, da laut "Handelsblatt" Energiekosten in vielen Unternehmen nicht als Kostenfaktor wahrgenommen werden würden. Nur etwa 29 Prozent hätten bereits in Rechner mit niedrigem Verbrauch investiert.

Chip- und Computerhersteller haben mittlerweile das Potenzial sparsamer Produkte erkannt und reagieren dementsprechend. Der Halbleiterhersteller Infineon beispielsweise hat am 13. Juni eine Halbleiterarchitektur vorgestellt, die Unternehmensangaben zufolge einen 50 Prozent geringeren Energiebedarf als derzeit verfügbare Technologien ermöglicht. "Im Vergleich zu heutigen Schaltungen haben wir um den Faktor zehn kleinere Ruheströme gemessen. Das verdoppelt die Energieeffizienz und die Batterielaufzeit mobiler Geräte", erklärt Prof. Dr. Hermann Eul, Mitglied des Infineon-Vorstands und Leiter des Geschäftsbereichs Mobile Solutions. Die Einsparung kommt durch die dreidimensionale Anordnung der Schaltkreise zustande. Bisher wird noch in planarer, d.h. flacher Bauweise gefertigt. Die Neuentwicklung kann sowohl in Rechnern als auch in Mobiltelefonen oder DVD-Playern eingesetzt werden. Wann die Neuentwicklung in Serie geht, gab das Unernehmen nicht bekannt. Verschiedene Medienberichte gehen vom Jahr 2014 aus.

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By Stephan Steininger 2 min read