Japan: Mehr Spieler bei sinkendem Umsatz
Der japanische Spieleverband CESA hat die neueste Ausgabe seines jährlich erscheinenden "White Paper" vorgelegt, in dem die Entwicklung des Videospielmarkts des vergangenen Jahres bilanziert wird.
Die Computer Entertainment Supplier's Association (CESA), Branchenverband der japanischen Gamesindustrie, hat ihren jährlichen "White Paper"-Report für 2003 vorgelegt. Nach CESA-Angaben wurden demnach im vergangenen Jahr von der Gamesbranche Waren im Wert von 1,134 Billionen Yen, umgerechnet etwa 8,48 Mrd. Euro, an den Handel ausgeliefert. 704,5 Mrd. Yen (etwa 5,26 Mrd. Euro) betrug dabei der Warenwert der Hardware, 429,9 Mrd. Yen (etwa 5,87 Mrd. Euro) der der Software. Nach Verbandsangaben liegt das Ergebnis 2003 damit unter dem des Vorjahres. Analysten kritisierten an dem Report, dass die CESA ausschließlich "abgepackte" Produkte erfasse. Das in Japan sehr erfolgreiche Geschäft mit Online- und Mobile Games wird bei den Marktforschungen der CESA nicht berücksichtigt. Dies wird sich nun jedoch ändern. Nach eigenen Angaben haben man ein Online Community Committee eingerichtet, das baldmöglichst diesen Teilmarkt untersuchen und die entsprechenden Daten ergänzen soll. Positiv entwickelt hat sich trotz fehlender Erhebung des Online- und Mobile Gaming die Anzahl der Gamesuser in Japan: Zählte die CESA 2002 noch 23,6 Mio. "Gamer", waren es 2003 bereits 43,4 Mio. Als Grund für den rapiden Anstieg nannte die CESA das 20. Jubiläum des "Family Computer", kurz Famicom, der außerhalb Japans als NES (Nintendo Entertainment System) bekannt ist. Die zahlreichen Events rund um das Jubiläum hätten zahlreiche ehemalige Gamer dazu bewegt, wieder ihrem alten Hobby zu frönen.