Jeder fünfte Deutsche feilscht jetzt öfter
Nach dem Wegfall des Rabattgesetzes gewinnt das Verhandeln um Preisnachlässe bei den Verbrauchern langsam an Bedeutung. Am liebsten feilschen sie bei Produktmängeln.
Der Wegfall des Rabattgesetzes hat die Einkaufskultur in Deutschland verändert. Das ist das Fazit einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts EarsandEyes. Demnach gab fast ein Fünftel der insgesamt 1065 Befragten im Alter von 14 bis 49 Jahren an, nun häufiger zu feilschen als früher. Das Herunterhandeln scheint es vor allem den Männern angetan zu haben: Der Umfrage zufolge versuchten 20 Prozent der Männer nun öfter, den Preis zu drücken, als vor der Abschaffung des Rabattgesetzes am 1. August 2001. Der Anteil der Frauen liege bei 15 Prozent. Auf einen Großteil der Verbraucher zeige die Abschaffung der Preisnachlass-Regelung allerdings keine Wirkung: 41 Prozent der Befragten gaben an, wie eh und je zu feilschen, 39 Prozent würden nie um Rabatte handeln. Nahezu ein Viertel der Schnäppchenjäger versuche bei Mängeln am Produkt einen Preisnachlass zu erwirken. Jeder Fünfte teste bei größeren Anschaffungen, Waren durch Handeln günstiger zu bekommen. Bei teuren Produkten versuchten 13 Prozent der Befragten, Verkäufer zum Herabsetzen des Preises zu bewegen.