Jugendlicher durch "Manhunt" zu Mord inspiriert?
In Großbritannien wurde nun ein 17-Jähriger für den brutalen Mord an seinem 14-jährigen Freund schuldig gesprochen. Eigenen Aussagen zufolge wollte der Täter Szenen aus "Manhunt" nachstellen, das die beiden Jugendlichen kurz zuvor gemeinsam gespielt hatten.
Ein 17-Jähriger wurde in Großbritannien vom Leicester Crown Court für den Mord an einem 14-jährigen Spielkameraden verurteilt. Der Junge hatte seinen Freund mit Messerstichen und Hammerschlägen brutal ermordet, nachdem die beiden kurz zuvor noch gemeinsam "Manhunt" gespielt hatten, berichtet BBC-online. Der Täter habe Szenen aus dem für seine Brutalität bekannten PlayStation-2-Spiel nachstellen wollen, so der Bericht. Verschiedene Stimmen in Großbritannien fordern nun ein Verbot des Titels. Das von Rockstar North (u.a. "GTA: Vice City") entwickelte Spiel ist schon häufiger für seine explizite Gewaltdarstellung kritisiert worden. In Deutschland verzichtet der Publisher von Rockstar, Take 2 Interactive, wohlweislich auf die Veröffentlichung des Titels. Dennoch wurde wohl eine große Anzahl Exemplare importiert, was das Amtsgericht München zum Anlass nahm, "Manhunt" bundesweit zu beschlagnahmen - der erste Fall dieser Art seit mehreren Jahren.