Jugendschutz-Vorschriften für Spiele konsequent anwenden
Jürgen Hoffmann, Geschäftsführer Videotaxi Media Store, hat die Forderung nach einem Verbot so genannter Killerspiele als Populismus kritisiert. Wichtig sei eine konsequente Anwendung des Jugendschutzes.
"Das von der Politik nach Ereignissen wie in Emsdetten reflexartig geforderte Verbot von so genannten Killerspielen ist reiner Populismus." Das erklärte Jürgen Hoffmann, Geschäftsführer Videotaxi Media Store, in einer Stellungnahme zu der Diskussion über gewalttätige Computer- und Videospiele. Tatsächlich Gewalt verherrlichende Produkte könnten aufgrund Paragraf 131 des Strafgesetzbuches bereits jetzt untersagt werden. Zudem bestehe für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien die Möglichkeit, "Killerspiele" zu indizieren.
"Viel entscheidender ist es", so Hoffmann, "die schon existierenden Jugendschutz-Vorschriften konsequent anzuwenden." Von daher sei es notwendig, dass der Handel die erforderlichen Maßnahmen ergreift: "Wie in Videotheken sollten auch in den Elektronikmärkten und Kaufhäusern Gewalt beinhaltende Computerspiele nur in ausschließlich für Erwachsene zugänglichen Verkaufsbereichen angeboten und abgegeben werden."