Kai und Christian Wawrzinek ziehen sich aus Goodgames operativer Leitung zurück
Der Hamburger Entwickler und Publisher Goodgame Studios steht vor einem Umbruch: die Gründer Kai und Christian Wawrzinek haben für Ende Februar 2019 ihre Rückzug aus der operativen Firmenleitung angekündigt. Eine neue Geschäftsführung wird derzeit gesucht.
Dr. Kai und Dr. Christian Wawrzinek ziehen sich - wieder - aus dem operativen Geschäft bei Goodgame Studios zurück. Das gab der Hamburger Entwickler und Publisher jetzt bekannt. Die beiden Unternehmensgründer zeichnen als CEO und CSO verantwortlich, werden diese Ämter jedoch zu Ende Februar 2019 abgeben und sich auf ihre Rolle als Gesellschafter zurückziehen. Die Suche nach einer neuen Geschäftsführung wurde bereits eingeleitet, heißt es dazu aus Hamburg.
"Der Zusammenschluss von Goodgame Studios und Stillfront ist eine perfekte strategische Ergänzung und wir freuen uns über die Realisierung zahlreicher Synergien, die wir im Jahr 2018 gesehen haben. Jetzt ist es an der Zeit, die Geschäftsführung von Goodgame zu übergeben, sodass Christian und ich mehr Zeit haben, um als aktive Aktionäre Werte für Stillfront zu schaffen", sagt Kai Wawrzinek.
"Goodgame Studios entwickelt sich gut, mit starker Profitabilität und einer umfangreichen Pipeline an zukünftigen Spieleveröffentlichungen", ergänzt Jörgen Larsson, CEO der Stillfront Group. Das Managementteam von Goodgame könne auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurückblicken. Außerdem verfüge man über ein Führungsteam, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und gleichzeitig auf der positiven Geschäftsdynamik der gesamten Gruppe aufzubauen.
Tatsächlich hatte sich die geschäftliche Situation bei Goodgame Studios seit der Übernahme durch Stillfront Ende 2017 stabilisiert. Der Übernahme voraus gingen finanzielle Turbulenzen und ein massiver Stellenabbau. Goodgame agierte lange stark expansiv und wurde immer wieder für sein schnelles Wachstum kritisiert. In der Spitze beschäftigte Goodgame Studios etwa 1300 Mitarbeiter. Bei der Übernahme durch Stillfront waren es dann nur noch etwa 240 Angestellte.
Indes ist es nicht das erste Mal, dass sich die beiden Brüder aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Im September 2016 verabschiedeten sie sich schon einmal von ihren Positionen. Nach nur vier Monaten kehrten sie jedoch an die Firmenspitze zurück, wohl auch um die Übernahme durch Stillfront vorzubereiten.