Kanzlerrunde einigt sich auf Leitlinien gegen Mediengewalt
Am 16. Juni fand im Bundeskanzleramt das Treffen des Runden Tisches "Medien gegen Gewalt" statt. Dabei einigten sich Entertainmentindustrie und Politik auf zehn Leitlinien zum Umgang mit Gewaltdarstellungen in den Medien und zur Verbesserung der Medienkompetenzen von Eltern und Kindern.
Vertreter von Bund, Ländern und Medien trafen sich am 16. Juni zum Runden Tisch "Medien gegen Gewalt" mit Kanzler Gerhard Schröder im Bundeskanzleramt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen bereits Erreichtes und neue Ziele für die Zukunft. So einigten sich die Gesprächsteilnehmer aus den Branchen Film, TV, Radio, Print, Internet und Unterhaltungssoftware auf zehn Leitlinien zur Reduktion von Gewaltdarstellungen in den Medien und zur Verbesserung der Medienkompetenzen von Eltern und Kindern. In diesem Maßnahmenkatalog sichern die Medienunternehmen stärkere Anstrengungen bei der Selbstkontrolle zu. Bundesfamilienministerin Renate Schmidt stellte drei neue Initiativen vor: Unter Federführung von Intel und der TV-Zeitschrift "Hör zu" soll die Initiative "Schau hin" Eltern dabei unterstützen, Angebote zu erkennen, die für Kinder ungeeignet sind. Mit der Aktion "Jugend ans Netz" will die Bundesregierung 10.000 Jugendeinrichtungen den Zugang zum Internet ermöglichen. Drittens ist ein Jugendportal geplant, wo für Jugendliche und Kinder geeignete Videospiele, Internetangebote und Ähnliches aufgelistet werden soll. "Das, was wir heute besprochen haben, hat Bedeutung über den Tag hinaus. Das Ergebnis sind Leitlinien der Bearbeitung dieses Themas, und das Ergebnis sind auch einige sehr interessante Projekte, die auf Basis dieser erarbeiteten Leitlinien entstanden sind", resümierte Kanzler Schröder.