Die KarstadtQuelle AG setzt weiter auf den elektronischen Handel. Für das laufende Geschäftsjahr formuliert der Konzern im Bereich E-Commerce ein Umsatzziel von 1,2 Mrd. Euro. Jetzt soll das Standbein Fernseh-shopping weiter ausgebaut werden.

Auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin hat vergangene Woche Wolfgang Urban, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle AG, die konzerninterne Stellung des E-Commerce deutlich unterstrichen. Im elektronischen Versandhandel will Europas größter Warenhauskonzern einen Umsatz in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaften. Der Bereich E-Commerce ist nach Auffassung Urbans "einer der künftigen Märkte" und werde zu einer nachhaltigen Veränderung des gesamten Versandhandels führen.

1,2 Mrd. Euro Umsatz angepeilt

Es sei eine Möglichkeit, mit den Kunden anders als über den stationären Einzelhandel zu kommunizieren. Ein weiteres Wachstumsfeld neben dem Internetvertrieb ist laut Urban der Bereich Fernsehshopping. In den nächsten Monaten wolle der Konzern hier "in größerem Umfang" investieren. Dabei müsse man aber "nicht gleich von Milliardenbeträgen" sprechen, schränkte Urban zugleich ein. Erste Erfahrungen hat KarstadtQuelle bereits über seine Beteiligung am Einkaufssender Home Shopping Europe (HSE) gesammelt.

Der Konzern ist mit zehn Prozent an dem Sender beteiligt und generiert über diese Absatzschiene jährlich immerhin rund 307 Mio. Euro Umsatz. Ob Karstadt-Quelle nun seinen Anteil an HSE aufstocken wird, sei indes noch nicht entschieden. Urban will hier auch "andere Wege" im Auge behalten: "Die Frage ist, ob wir uns unternehmerisch engagieren, und wenn ja, wo." Es gebe Möglichkeiten, auch mit anderen Gesellschaften zusammenzuarbeiten. Dabei müsse man laut Urban auch nicht immer Shareholder sein. Genauere Details wollte der KarstadtQuelle-Chef nicht nennen, gab aber an, dass derzeit konkrete Verhandlungen geführt würden und es in den nächsten sechs Monaten voraussichtlich zu einer Entscheidung komme.

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