Trotz eines Umsatzminus von 1,1 Prozent und Rekordwerbeausgaben für die Warenhäuser hat die KarstadtQuelle AG dank deutlicher Kosteneinsparungen und einem erneuten Plus im Versandhandel ihren Quartalsverlust vor Ertragssteuern und Firmenwertabschreibungen von minus 68,8 auf minus 35,3 Mio. Euro reduziert.

Die KarstadtQuelle AG erzielte im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahrs einen Umsatz in Höhe von 3,68 Mrd. Euro. Verglichen mit den 3,73 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs entspricht dies einem Rückgang um 1,1 Prozent. Neben der anhaltenden Kaufzurückhaltung habe hier besonders das verschobene Ostergeschäft eine Rolle gespielt. Dies sei besonders im stationären Einzelhandel spürbar gewesen, der ein Umsatzminus von 7,1 Prozent aufweist.

Versandhandel bleibt Zugpferd

Der Konzern erzielt 90 Prozent seiner Erlöse weiterhin in Deutschland und ist damit stärker als andere Handelshäuser von der Inlandskonjunktur abhängig. Der Versandhandel habe dagegen um 3,1 Prozent zulegen können. Beim Ergebnis vor Ertragsteuern und Firmenwertabschreibungen (EBTA) konnte der Verlust des Vorjahresquartals um 68,8 Mio. Euro auf ein Minus von 35,3 Mio. Euro reduziert werden. Allerdings sind hier Einmaleffekte von 53 Mio. eingeflossen, so dass die bereinigte Ergebnisverbesserung bei knapp 16 Mio. Euro lag.

Außerordentliche Maßnahmen zur Portfoliobereinigung, wie die Trennung von Schaulandt, hätten sich im laufenden Jahr in Höhe von 19 Mio. Euro ergebnisbelastend ausgewirkt. Für das Gesamtjahr zeigt sich KarstadtQuelle zuversichtlich - unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen und globalen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechterten. Unter dieser Prämisse erwarte man ein EBTA (ohne Einmaleffekte) von mindestens 250 Mio. Euro.

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