"Kaufhof kein Sanierungsfall"
Metro-Chef Hans-Joachim Körber sieht Einsparmaßnahmen für Kaufhof als dringend notwendig an, stellt die Zukunft der Kaufhauskette jedoch nicht in Frage.
Die Metro-Tochter Kaufhof wird nach den schwachen Halbjahreszahlen einer Schlankheitskur unterzogen. Zum einen soll das Sortiment höherwertig gestaltet, zum anderen kräftig bei den Kosten gespart werden. Mit Arbeitnehmervertretern werde über Arbeitszeitflexibilisierung und Einsparungen in der Verwaltung verhandelt. Über Jahresarbeitszeitkonten will man Verkäufer noch zielgerichteter einsetzen. "Ein gut gemachtes Warenhaus ist Bestandteil einer Innenstadt und hat seine Zukunftschancen. Kaufhof ist kein Sanierungsfall und wird auch 2004 schwarze Zahlen schreiben", stellte Metro-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Körber klar. Kaufhof hatte im ersten Halbjahr einen Verlust vor Zinsen und Abschreibungen von 53,6 Mio. Euro bilanzieren müssen.