Weil es in Deutschland zu viel Verkaufsfläche gibt, kann sich die Stimmung im Einzelhandel nicht bessern. Davon ist Metro-Chef Hans-Joachim Körber überzeugt.

Dr. Hans-Joachim Körber, Vorstandschef der Metro AG, rechnet mit einer baldigen Konsolidierung der deutschen Handelslandschaft. Gegenüber der "Welt am Sonntag" erklärte er, verglichen etwa mit Frankreich oder England gebe es in Deutschland zu viele Geschäfte und zu viel Verkaufsfläche, aber zu wenig Internationalisierung. Einen nochmaligen Boom wie Ende der achtziger Jahre hält Körber für ausgeschlossen: "Der Zug ist im Wesentlichen abgefahren. Der große Wachstumsschub kam mit dem Fall der Mauer. Inzwischen sind die Märkte besetzt." Um den Rückstand zur internationalen Konkurrenz aufzuholen, gibt es nach Ansicht Körbers nicht viel Spielraum: "Es muss Verkaufsfläche reduziert werden. Und wir müssen mehr kapitalmarktorientierte Unternehmen im Handel haben."

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