Konsumklima: Keine Aufbruchstimmung durch mögliche Neuwahlen
Von den möglichen Neuwahlen im Herbst erhoffen sich viele Marktbeobachter eine Belebung der Wirtschaft. Die Konsumenten bleiben aber weiter skeptisch, wie die GfK-Konsumklimastudie für den Juni belegt.
Auch wenn die Aussicht auf Neuwahlen die Wirtschaftsprognosen vielfach beflügelt, bleibt die Stimmung unter den deutschen Konsumenten gedrückt. Die Konsumklimastudie der GfK für den Monat Juni belegt, dass die Bundesbürger weiterhin zurückhaltend investieren. So stieg zwar der Indikator Konjunkturerwartung im Monatsvergleich moderat um drei auf Minus 13,4 Punkte an. Dennoch liegt er noch immer deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Ein wenig optimistischer sind die Konsumenten bei der persönlichen Einkommenserwartung. Ebenfalls um drei Zähler auf einen Stand von minus 9,9 Punkten verbesserte sich der Wert. Diese Erholung gleicht aber noch lange nicht den Rückgang aus dem Mai aus, als der Indikator um 13 Punkte einbrach. Auch ändert die sich bessernde Aussicht nichts an der Zurückhaltung bei den Investitionen. Die Anschaffungsneigung gab erneut um 4,5 Punkte nach und stand im Juni bei minus 25,8 Punkten.
Schuld an der Misere ist laut GfK vor allem die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Wie es aus Nürnberg heißt, fürchtet im Westen jeder dritte und im Osten jeder zweite Arbeitnehmer um seinen Arbeitsplatz. Unsicherheiten bei einem möglichen Regierungswechsel sorgten zudem dafür, dass die Verbraucher ihre Zurückhaltung nicht aufgeben würden.