Lehrerinstitut verteidigt Gamesbranche
Das Hessische Institut für Lehrerfortbildung verteidigt die Gamesbranche: PC- und Videospiele verhinderten Gewaltbereitschaft eher, statt sie zu fördern.
Eine Lanze für die Softwareindustrie hat das Hessische Institut für Lehrerfortbildung gebrochen. In einem offenen Brief hat sich die Weiterbildungseinrichtung, die seit dem Schuljahr 1995/96 Games testet, gegen ein Verbot von PC- und Videospielen ausgesprochen. Dies wäre "blinder Aktionismus". "Unsere Untersuchungen und Tests zeigen eindeutig, dass unsere Schülerinnen und Schüler durch PC- und Konsolenspiele nicht aggressiver oder gewaltbereiter werden, das Gegenteil ist eher der Fall", heißt es in der Stellungnahme wörtlich. "Der Amokläufer von Erfurt und auch alle anderen, die solch einer Tat fähig sind, müssen starke emotionale Defekte schon lange vor ihren Erfahrungen mit PC- und/oder Videospielen gehabt haben." Eltern und Lehrer müssten daher dafür sensibilisiert werden, solche Defekte zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen.