Der Zubehörhersteller Mad Catz gibt auf. Das US-Unternehmen hat Liquidationsantrag gestellt. Alle internationalen Tochtergesellschaften sind oder werden in den nächsten Tagen folgen.

1989 wurde Mad Catz gegründet, doch das Jahr 2017 wird der US-Hersteller von Computer- und vor allem Gamingzubehör nicht überleben. Das Unternehmen hat freiwillig Gläubigerschutz nach US-Recht beantragt mit dem Ziel das Geschäft zu liquidieren. Laut Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht habe man sich nach Prüfung aller strategischen Alternativen zu diesem Schritt entschlossen. Auch die kanadische Tochter hat bereits Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Alle weiteren internationalen Büros haben oder werden in den kommenden Tagen ebenfalls Insolvenzanträge stellen.

Mad Catz hatte zuletzt immer größere finanzielle Schwierigkeiten. Der Aktienkurs des Unterenehmens rutschte in den Penny-Stock-Bereich ab. Eine Woche vor dem Antrag auf Liquidation hatte Mad Catz der Börsenaufsicht mitgeteilt, dass man von der NYSE MKT ausgelistet wurde und die Aktie nur noch über OTC Pink gehandelt werde. Für den Hersteller dürfte es damit aussichtslos geworden sein an frisches Kapital zu gelangen, um das Geschäft zu restrukturieren.

Share this post

Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.