Majesco-Sanierung schreitet voran
Mehr Umsatz und deutlich geringerere Verluste stehen bei US-Publisher Majesco nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in den Büchern. Doch noch hat das Unternehmen die Folgen des kostspieligen Ausflugs in das Videospielgeschäft nicht ganz überstanden.
Die Folgen des kostspieligen Ausflugs ins Videospielgeschäft wirken bei US-Publisher Majesco weiter nach. Auch wenn sich das Unternehmen mit einer Kehrtwende zügig vom Abenteuer Vollpreisvideospiele verabschiedet hat, belastet die Fehlentscheidung nach wie vor die Bilanz. Zwar wurde der Umsatz im dritten Quartal von 4,5 Mio. Dollar aus dem Vorjahr auf aktuell 12,6 Mio. Dollar nahezu verdreifacht, in die Gewinnzone kehrte Majesco aber dennoch nicht zurück. Auf 332.000 Dollar belief sich im dritten Quartal der operative Verlust. Im Vorjahr wurde operative noch ein Minus von 38,6 Mio. Dollar geschrieben. Der Nettoquartalsverlust beläuft sich auf 724.000 Dollar.
Für den Neunmonatszeitraum bilanziert Majesco bei 48,3 Mio. Dollar Umsatz (Vorjahr: 55,1 Mio.) ein operatives Minus in Höhe von 1,1 Mio. Dollar. Mit dem Ergebnis zeigte sich die Unternehmensleitung zufrieden, stand vor Jahresfrist doch noch ein Verlust von 35,8 Mio. Dollar in den Büchern. Entsprechend wertet Interims-CEO Jesse Sutton den von 37,8 auf 2,5 Mio. Dollar geschrumpften Nettoverlust nach neun Monaten auch als klares Signal der erfolgreich voranschreitenden Unternehmenssanierung. Mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen rechnet der Vorstand im Verlauf des kommenden Geschäftsjahres. Vor allem die neuen Hardware-Plattformen sollen helfen, die Bilanz zu bereinigen. Mit zwei Neuentwicklungen für Nintendo Wii will Majesco dann auch wieder in die erste Riege der Budget-Publisher in den USA vorstoßen.