Anfang 2003 haben die Wegert-Brüder die ProMärkte von der Kingfisher-Gruppe übernommen und sukzessive als Discounter etabliert. Harald Zutz, Mitglied der Geschäftsleitung, zieht gegenüber "MCVgamesmarkt" eine erste Bilanz und erläutert die Bedeutung von Home Entertainment für sein Haus.

Kurz nach der Umfirmierung der letzten Verkaufsstellen in MakroMarkt erfolgte im Oktober 2003 der Start der bundesweiten Werbekampagne mit Dieter Bohlen. "Diese Kampagne hat uns im Weihnachtsgeschäft dazu verholfen, gegen den Markttrend Umsatzzuwächse zu realisieren", erläutert Harald Zutz, Geschäftsleiter Category Management & Marketing. Und nicht nur das: Auch im laufenden Jahr sei die Entwicklung mit Ausnahme des Monats Mai zufrieden stellend, wofür die Kampagne mit Bohlen ein wichtiger Schlüssel gewesen sei. "In der gestützten wie in der ungestützten Bekanntheit von MakroMarkt haben wir heute Werte erreicht, die in etwa auf dem Niveau von Saturn liegen. Im Preisimage haben wir in der Kernzielgruppe der 14- bis 29-Jährigen bereits MediaMarkt überholt. Das ist für die kurze Zeit unserer Kampagne ein extrem gutes Ergebnis", erklärt Zutz nicht ohne Stolz.

Insgesamt ist die neue Discountpolitik also aufgegangen: Der Kunde bevorzugt zunehmend Märkte mit dauerhaft günstigen Preisen und klarer Sortimentsstruktur. "Wir analysieren unsere Ergebnisse aber ständig auf Artikelgruppenebene und passen unser Sortiment und die Präsentation bei Bedarf an", stellt Zutz klar. Bild- und Tonträger haben bei MakroMarkt einen Umsatzanteil von zwölf Prozent, 45 Prozent davon entfallen auf DVD. Games machen ein Umsatzanteil von 10,5 Prozent aus. Der gesamte Bereich Entertainment habe sich, gemessen am Gesamtmarkt, positiv entwickelt. "Bis auf den Bereich Musik gehen wir im Bereich Video / DVD und im Gamesbereich von weiteren Zuwächsen aus", resümiert Zutz. Downloading, wie es andere Mitbewerber bereits praktizieren, ist für MakroMarkt derzeit noch kein Thema. "Wir sondieren aber den Markt und werden dann ein Angebot präsentieren, wenn die bestehenden technischen Probleme gelöst sind und wir ein den Kunden zufrieden stellendes Repertoire anbieten können", erläutert Zutz. Überhaupt wird über die MakroMarkt-Internetseite, die erst seit Oktober 2003 im Netz ist, ein relativ geringer Teil am Gesamtumsatz aller MakroMärkte erzielt, die Tendenz sei jedoch stark steigend.

Mit aktuell 66 Filialen ist MakroMarkt nach der Media-Saturn-Holding im stationären Geschäft zur Nummer zwei unter den Fachmarktketten in Deutschland aufgerückt. In Österreich sind drei Märkte unter dem Label MakroMarkt aktiv, die jedoch nicht zur Gruppe gehören. "Die Konsolidierung der Gruppe wird in diesem Jahr abgeschlossen sein. Für das nächste Geschäftsjahr ist dann wieder eine Expansion geplant", so Zutz optimistisch. Für dieses Jahr definiert er die Ziele bescheidener: "Abschluss der Sanierungsphase, Forcierung der Markenbekanntheit und Rückgewinnung von Marktanteilen." Ein wichtiger Baustein wird auch in Zukunft der Preis als wichtigstes Vermarktungsinstrument sein. "Der Kunde in Deutschland kauft heute mehr als je zuvor preisbewusst, daher werden wir an unserem Konzept der Vermarktung zu dauerhaft niedrigen Preisen keine Veränderung vornehmen. Zusätzlich werden wir aber noch einige neue, innovative Elemente der Vermarktung einführen", sagt Zutz mit Blick auf die nähere Zukunft.

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