McMedia legt zweistellig zu
Die Jahresbilanz von idee+spiel fällt zwiespältig aus. Massiven Einbrüchen im Segment Modellbahn stehen überdurchschnittliche Zuwächse der Computer- und Videospiel-Schiene McMedia gegenüber. Insgesamt hatte idee+spiel mit dem allgemein schlechten Marktumfeld zu kämpfen.
Hinter der Spielwarenbranche liegt ein schwieriges Jahr 2005. Auf der Jahrespressekonferenz bezifferte idee+spiel den Marktrückgang mit fünf Prozent. Der Zentralregulierungsumsatz der angeschlossenen Fachgeschäfte schrumpfte im allgemein schlechten Marktumfeld um 3,7 Prozent. Insgesamt 440 Mio. Euro Umsatz generierten die Mitglieder. Dabei zeigen sich nach Sortimenten eklatante Unterschiede. Während vor allem der Bereich Modellbahn mit einem Rückgang von 15,9 Prozent Kopfschmerzen verursachte, entwickelte sich die Computer- und Videospiel-Schiene McMedia überduchschnittlich gut. Mit insgesamt 33,8 Prozent Plus setzte sich das Spielesortiment innhalb der idee+spiel-Gruppe an die Spitze. Mittlerweile erreiche McMedia einen Anteil von zehn Prozent am Zentralregulierungsumsatz.
Alles in allem ziehen die Geschäftsführer Otto E. Umbach und Jochen Martens ein dennoch positives Jahresfazit: "idee+spiel hat einmal mehr alle Marktchancen genutzt und die Leistungen für die Mitglieder konsequent ausgebaut. Wichtige strategische Bereiche wie Mitgliederzahl, Internationalisierung, Weiterentwicklung der Marketinglinien und die Import-Eigengeschäfte haben sich erfreulich entwickelt. Allein der massive Umsatzeinbruch beim größten Modellbahn-Hersteller hat das beste Umsatzergebnis in der idee+spiel-Geschichte verhindert. Auch die überaus erfreulichen Zuwächse im Segment Video- und Computerspiele konnten den Modellbahn-Rückgang nicht ausgleichen."
Die Mitgliedszahl blieb 2005 konstant. 51 neue Fachhändler entschieden sich für idee+spiel. Die gleiche Anzahl schied aufgrund von Geschäfts- oder Sortimentsaufgaben aus. Mit insgesamt 874 Fachhandelsgesellschaften in Deutschland, Österreich, Belgien, Italien, Luxemburg und den Niederlanden sowie über 1000 Anschlusshäusern habe man die Position als mit Abstand mitgliederstärkster Verband der Spielwaren-Branche in Europa ausbauen können. Auf die angeschlossenen Händler wartet nun die Ausschüttung der Bonussumme. 6,6 Mio. Euro wollen verteilt werden. Laut idee+spiel erfolgt die Ausschüttung im März 2006.
Für das laufende Jahr ist man trotz anhaltend schwieriger Konjunkturlage zuversichtlich. In Deutschland und Österreich soll das Wachstum weiter forciert werden. Zudem sei die Erhöhung der Handelsspannen für die Fachhändler eines der vorrangigsten Ziele der kommenden Monate. "Der Fachhandel braucht höhere Erträge, um mehr investieren zu können und seine Zukunft zu sichern. Wir werden daher unsere spannenstarken Direktimportangebote zur Spielwarenmesse 2006 deutlich erweitern. Ein entscheidendes Instrument zur Erhaltung des breiten Angebotsmarkts hält die Industrie in der Hand, das ist die Neuheitenpolitik. Wir fordern für den Fachhandel einen Neuheitenvorlauf von vier Monaten", so die Geschäftsführung.