Mediatrend-Ted- Auswertung für 2001 und 2002
Mediatrend-Ted- Auswertung für 2001 und 2002
Verhalten optimistisch ins Geschäftsjahr 2002
Gedämpfter Optimismus in der Entertainmentbranche: Der Großteil der Branche rechnet mit Geschäftsverbesserungen im Laufe des Jahres - allerdings nicht mehr mit der Euphorie, die noch zu Beginn vergangenen Jahres vorherrschte: Anfang 2001 hatten fast 65 Prozent der Teilnehmer einen "besseren" oder gar "deutlich besseren" Jahresverlauf als im Vorjahr prognostiziert. Jetzt - zu Beginn des Jahres 2002 - erwarten immerhin noch 44 Prozent der Branche eine positive Entwicklung.
Mediatrend-Ted 2002
Gesamtauswertung Handel und Industrie
Gesamtauswertung über alle Bereiche
Mediatrend-Ted 2001 - getrennt nach Branchen
Auswertung:
Drei Fragen hatte der Entertainment Media Verlag seinen Lesern gestellt:
Aus den ca. 500 per E-Mail und Karten eingegangenen Antworten wurde wieder der Mediatrend-Ted sowohl für die komplette Entertainmentbranche als auch für Einzelbranchen erstellt.
Die Mediatrend-Ted-Teilnehmer aus der gesamten Entertainmentbranche prognostizierten dabei mehrheitlich ein besseres Jahr 2002 (36 Prozent), ähnlich wie bei der Prognose für 2001 (42,4 Prozent). Die weiteren Teilergebnisse verschieben sich indes gegenüber dieser Aussage, denn 33 Prozent der Befragten meinten, dass alles "gleich bleiben" werde (2001: 22,9), und nur sieben Prozent (22,3) sind der Meinung, dass 2002 "deutlich besser" werde. Für "schlechter" und "wesentlich schlechter" votierten immerhin 24 Prozent. Ähnlich gelagert sind die realen Geschäftsergebnisse 2001, in der Reihenfolge von "deutlich besser" bis "wesentlich schlechter": 21 Prozent, 32 Prozent, 22 Prozent, 18 Prozent und sieben Prozent.
Ähnlich gewichtet urteilen die Segmente Handel und Industrie, in dem mehrheitlich die Kategorie "besser" heraussticht (Handel: 37 Prozent, Industrie: 38 Prozent), darauf folgt das Votum für "bleibt gleich" (32 bzw. 33 Prozent) und ein relativ ähnliches Abstimmungsverhalten bei "deutlich besser" (neun bzw. acht Prozent) und "schlechter"/"wesentlich schlechter" (insgesamt 22 bzw. 21 Prozent). Auffallend bleiben indes - stärker beim Handel und etwas abgeschwächter bei der Industrie - die Differenzen zwischen tatsächlichem Geschäftsergebnis und Prognosen fürs vergangene Jahr, eigentlich in allen Kategorien. Hier der Vergleich, zunächst beim Handel (stets im Wechsel Prognose/Ergebnis): zehn Prozent/25 Prozent für "deutlich besser", 45,4 Prozent/36 Prozent für "besser", 24,8 Prozent/17 Prozent für "gleich geblieben", 19,2 Prozent/16 Prozent für "schlechter" und 0,7 Prozent/sechs Prozent für "wesentlich schlechter". Dann bei der Industrie, in der gleichen Reihenfolge: 36,5 Prozent/ 21 Prozent, 36,5 Prozent/30 Prozent, 21,1 Prozent/22 Prozent, 5,8 Prozent/20 Prozent und 0,0 Prozent/sieben Prozent.
Stimmen zum Mediatrend-Ted
"Die Gesamtentwicklung der Entertainmentbranche wird sich eher verschlechtern, da die Margen weiter sinken werden. Die Hersteller haben nur noch Großabnehmer im Sinn und glauben, eine flächendeckende Versorgung über Internetanbieter gewährleisten zu können. Das ist natürlich eine völlige Fehleinschätzung. Wenn es in den nächsten Monaten nicht gelingt, eine Art Marshall-Plan für den echten Fachhandel (kleinere und mittlere Fachgeschäfte) zu entwickeln, wird der Endverbraucher weiter vom Konsum entwöhnt. Wir haben bereits Konzepte entwickelt, die den Fachhandel stärken. Dadurch konnten wir auch gegen den Trend unser Umsatzvolumen deutlich verbessern." Frank Pagenkemper, Geschäftsführer MFP Tonträger
Games are Cool! Da wir jetzt verstärkt für die PS2 publishen, werden wir im nächsten Jahr sicher einer der Key-Player werden. Unser Ziel ist eine Umsatzsteigerung von 50 Prozent auf ca. 20 Mio. Euro allein in Deutschland. Wir erwarten mindestens fünf Top-1-Platzierungen auf der PS2 und vier Top-1-Platzierungen auf dem PC. Die PS2 wird den Trend der Endphase von 2001 nicht nur fortsetzen, sondern noch stärker bestimmen. Der PC-Markt wird sich auf dem hohen Niveau weiter konsolidieren. Der wichtigste Trend 2002 wird "Games are Cool"! Mit dem Eintritt von zwei neuen Plattformen und der Marketingpower von Microsoft werden Video-PC-Spiele in aller Munde sein und ein noch positiveres Image erlangen. Markus Wiedemann, Codemasters
"Der Wachstumfaktor DVD wird auch im Jahr 2002 für eine deutliche Umsatzveränderung sorgen. Der Absatz von DVD-Playern wird 2002 deutlich zunehmen. Diese Zielgruppe hat Entertainment für zu Hause für sich neu geordnet. Ein höheres Ausgabepotenzial ist vorhanden. Die Breite der Angebote schafft Nachfrage und damit Konsum." Horst Soltysiak, Vertriebsleiter BMG Video
"2001 war das Jahr der Superlative. Wenn man bedenkt, dass beim Boxoffice fast die Eine-Mrd.-Euro-Grenze und obendrein der deutsche Besucherdurchschnitt von zwei pro Jahr überschritten wurde, so kann die Branche sehr zufrieden sein. Die Gründe hierfür sind multikausal zu sehen. Doch fällt auf, dass besonders die Kinoinvestitionen - Neubauten in allen Kategorien seit 1995 - einen nicht unbeträchtlichen Teil zu diesen Ergebnissen beigetragen haben." Rolf Bähr, Vorstand FFA
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