Mehr als 40 Mio. Bundesbürger im Netz
Erstmals bewegen sich mehr als 40 Mio. Bundesbürger im Internet. Zu diesem Ergebnis kommen ARD und ZDF in der neuesten Ausgabe ihrer jährlichen Onlinestudie. Besonders viele weibliche Nutzer haben in den letzten zwölf Monaten den Weg ins Netz gefunden.
Die Zahl der Internetnutzer hat in Deutschland erstmals die 40-Mio.-Grenze überschritten. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste ARD / ZDF-Onlinestudie, für die im April 1820 Erwachsene befragt wurden. Derzeit nutzen 40,8 Mio. Bundesbürger das weltweite Netz. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 2,2 Mio. Seit der Ersterhebung der Studie im Jahre 1997 bis heute ist der Gesamtanteil der Internetnutzer von 6,5 auf stolze 62,7 Prozent der Bundesbürger gestiegen.
Laut Erhebung sorgten vor allem Frauen und Über-50-Jährige für starke Zuwachsraten. 1,6 Mio. weibliche Nutzer haben in den letzten zwölf Monaten das Internet für sich entdeckt. Derzeit sind 57 Prozent der Frauen gelegentlich online - 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Studie förderte außerdem zutage, dass aktuell 64,2 Prozent der 50- bis 59-Jährigen im Netz unterwegs sind. 2006 waren es 4,2 Prozent weniger. Auch die Über-60-Jährigen gehen verstärkt online. 2006 / 2007 stieg ihr Anteil von 20,3 auf 25,1 Prozent. Erstmals liegt diese Altersgruppe mit 5,1 Mio. Nutzern vor den 14- bis 19-Jährigen, die mit 4,9 Mio. Nutzern vertreten sind.
Laut Umfrageergebnissen sind für die Nutzer Video- und Audiodateien besonders wichtig. Etwa 16 Prozent schauen sich einmal pro Woche bewegte Bilder im Netz an, fast doppelt so viele wie vergangenes Jahr. Triebfeder hierfür sind die diversen Videoportale, die jeder dritte User bereits genutzt hat. 21 Prozent hören sich Audiodateien an, wobei elf Prozent der Hörer sich dem Internetradio widmen. Der Grund für die erstarkte Nutzung von online verfügbaren Multimediadateien liegt der Studie zufolge in der voranschreitenden Verbreitung von Breitbandanschlüssen. Derzeit verfügen 59 Prozent der Web-User über eine schnelle Internetverbindung. Im Vorjahr waren es elf Prozentpunkte weniger.
"Die neuen und schnellen Internetzugänge schaffen eine stark ansteigende Nachfrage nach Video- und Audioangeboten. Die öffentlich-rechtlichen Sender kommen dem entgegen, indem sie Teile ihres Programms auch über das Internet zugänglich machen. Mit seiner Mediathek ist das ZDF ein Vorreiter. Zur IFA im August soll der größte Teil des Programms übers Internet abrufbar sein", sagt Markus Schächter, Intendant des ZDF und Vorsitzender der ARD / ZDF-Medienkommission.