Der Facebook-Konzern Meta experimentiert - nach einem Rückgang der Werbeeinnahmen - nun mit einem Abo-Modell. Ein "Meta Verified"-Konto auf Facebook und Instagram soll mindestens 12 US-Dollar monatlich kosten. Testmärkte sind ab dieser Woche Australien und Neuseeland.

In einem Update auf Facebook kündigte Meta-CEO Mark Zuckerberg die kostenpflichtige Verifizierung an: "Diese Woche beginnen wir mit der Einführung von Meta Verified - einem Abonnementdienst, mit dem du dein Konto mit einem staatlichen Ausweis verifizieren kannst." Neben dem blauen Haken verspricht Zuckerberg den zahlenden Kunden auch direkten Kundensupport und Extra-Schutzmaßnahmen gegen Identitätsdiebstahl. "Mit dieser Funktion wollen wir die Authentizität und Sicherheit unserer Dienste erhöhen", schreibt Zuckerberg weiter. Die Funktion soll diese Woche in Australien und Neuseeland eingeführt werden, aber auch "bald" in weiteren Ländern verfügbar sein.

iOS-Nutzer müssen mehr für "Meta Verified" zahlen

Das monatliche Abo soll 12 US-Dollar im Web beziehungsweise 15 US-Dollar für iOS- und Android-Nutzer kosten. Für Nutzer von Mobilgeräten ist es teurer, da sie das Abo über die jeweiligen App-Stores kaufen müssen. Abgesehen von den monatlichen Kosten, müssen für eine Anmeldung bei "Meta Verified" Mindestanforderungen an Aktivität erfüllen, mindestens 18 Jahre alt sein und einen amtlichen Ausweis vorlegen, der mit dem Namen und  dem Foto seines Profils auf Facebook oder Instagram übereinstimmt. Das geht es aus einem Blog-Post von Meta hervor. Es soll keine Änderung an Konten geben, die anhand der bisherigen Anforderungen des Unternehmens verifiziert wurden. Nutzer von "Meta Verified" sollen zudem exklusive Sticker für Stories und Reels sowie 100 kostenlose Sterne pro Monat erhalten. Bei Letzterem handelt es sich um eine digitale Währung, mit der man auf Facebook Trinkgelder an Creator vergeben kann.


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Twitter erlaubt Kontosicherung per SMS nur noch Abo-Kunden

Meta setzt damit wie Twitter-Eigentümer Elon Musk stärker auf Abo-Erlöse. Anfang Februar startete das Premium-Angebot Twitter Blue auch in Deutschland (MEEDIA berichtete). Das Bezahl-Abo des Kurznachrichtendienstes kostet in Europa monatlich ab sieben Euro (über Browser abschließbar für 12 Monate), via Smartphone (Android und iPhone) werden 11 Euro fällig. Nach dem Wirbel um Twitter Blue kündigte das Unternehmen vergangenen Freitag eine weitere Änderung an, die erneut für Aufregung sorgen könnte: Nach dem 20. März können nur noch zahlende Twitter-Abonnenten Textnachrichten zur Kontosicherung nutzen.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung erlaubt es Nutzern, ihren Twitter-Zugang zu schützen, indem sie bei der Anmeldung zusätzlich einen Code eingeben, der per SMS gesendet wird. Das Unternehmen ändert laut einem Blog-Beitrag die Richtlinien, da "die auf Telefonnummern basierende 2FA von böswilligen Akteuren genutzt - und missbraucht - wurde". Weiterhin soll die Zwei-Faktor-Authentifizierung jedoch auch ohne Abo mit einer Authentifizierungs-App und einem Sicherheitsschlüssel möglich sein.

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