Microsoft baut Barreserven ab
Microsoft plant, durch Aktienverkäufe und Dividendenzahlungen einen Großteil der Barreserven von gut 60 Mrd. Dollar abzubauen. Die Auszahlungen könnten in der Vorweihnachtszeit einen deutlich positiven Effekt auf die Kaufkraft der US-Bürger haben.
Durch Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen will Microsoft einen Großteil seiner Barreserven in Höhe von 60 Mrd. Dollar abbauen. Da größere Firmenzukäufe durch die Kartellbehörden verhindert werden, drängten Großaktionäre schon seit längerem darauf, die hohen Geldreserven abzutragen. Allein in die Aktien des eigenen Unternehmens sollen in den nächsten vier Jahren 30 Mrd. Dollar investiert werden. Zusätzlich soll im Herbst eine Sonderdividende von drei Dollar je Aktie und eine Quartalsdividende von 8 US-Cent je Aktie ausgezahlt werden. So sollen rund 32 Mrd. Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Kleinaktionäre halten derzeit ca. 30 Prozent der Microsoft-Aktien, sie erhalten gut neun Mrd. Dollar. Unternehmensgründer Bill Gates wird seine drei Mrd. Dollar der Wohltätigkeitsorganisation Bill und Melinda Gates Foundation zur Verfügung stellen. Firmenchef Steve Ballmer erhält rund 1,2 Mrd. Dollar. Experten erwarten durch die Dividendenzahlung einen positiven Effekt auf die US-Wirtschaft. Die Kaufkraft der US-Bürger könne durch den Geldsegen zur Vorweihnachtszeit deutlich ansteigen. Nach den Transaktionen wird Microsoft über Barreserven in Höhe von ca. 24 Mrd. Dollar verfügen.