Der zuständige District Judge, Thomas P. Jackson, hat am Montag früher als erwartet das Urteil im Microsoft-Kartellprozess verkündet. In der 43 Seiten umfassenden Urteilsbegründung sah Jackson mehrere ernsthafte Verstöße Microsofts gegen geltendes US-Wettbewerbsrecht als erwiesen an.

Nachdem die Verhandlungen über einen außergerichtlichen Vergleich zwischen Microsoft und der US-Regierung geplatzt waren, verkündete der zuständige District Judge, Thomas P. Jackson, am Montag früher als erwartet das Urteil. In der 43 Seiten umfassenden Urteilsbegründung sah Jackson eindeutig mehrere ernsthafte Verstöße Microsofts gegen geltendes US-Wettbewerbsrecht als erwiesen an. Microsoft habe seine marktführende Stellung bei PC-Betriebssystemen ausgenutzt, um etwaige Konkurrenten zu verdrängen. Besonders schwerwiegend sei dies im Fall Netscape Communications gewesen. "Microsoft hat seine Macht dazu missbraucht, um als Monopolist im Webbrowser-Markt aufzutreten, auch zum Schaden der Verbraucher", so der Richter. Die Verkündung des Strafmaßes wird nicht vor Mai erwartet. Microsoft will in Berufung gehen.

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