Millionenstrafe gegen Nintendo verhängt
Die Europäischen Kommission hat gegen Nintendo eine Geldbuße in Höhe von über 149 Mio. Euro verhängt. Auch sieben exklusive Vertriebspartner müssen zahlen.
Die Europäische Kommission hat gegen Nintendo und sieben seiner exklusiven Vertriebspartner eine saftige Geldbuße verhängt. Insgesamt müssen die Unternehmen 167,8 Mio. Euro zahlen; 149 Millionen Euro davon muss allein Nintendo aufbringen. Der Grund für das Bußgeld: Nintendo und die sieben Vertriebspartner haben Absprachen getroffen, die eine Ausfuhr von Produkten aus Niedrig- in Hochpreispreisländer verhindern soll. "Millionen europäischer Familien geben jedes Jahr Millionenbeträge für Videospiele aus. Als Verbraucher haben sie das Recht, die Spiele und Konsolen zum günstigsten Preis auf dem Markt zu erstehen", kommentiert EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti den Vorgang. Die Geldbuße gegen Nintendo ist der vierthöchste Betrag, den die Kommission jemals gegen ein einzelnes Unternehmen wegen eines einzelnen Kartellrechtsverstoßes verhängt hat. Die Kommission hatte ihre Ermittlungen gegen Nintendo bereits 1995 aufgenommen. Der Durchbruch gelang nach eigenen Angaben 1997. Im wurde das Verfahren durch die Zustellung einer Mitteilung mit den Beschwerdepunkten erstmals öffentlich.