Die BPjS hat in einer Eilentscheidung einem Indizierungsantrag des Bundesfamilienministeriums entsprochen und eine Vorläufige Anordnung gegen "Command & Conquer: Generals" verhängt.

Die BPjS - Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat in einer Eilentscheidung eine Vorläufige Anordnung (VA) gegen "Command & Conquer: Generals" von Electronic Arts verhängt. Damit ist das Spiel ab 28. Februar wie ein indizierter Titel zu behandeln. Der Indizierungsantrag stammt vom Bundesfamilienministerium, dass sich in der Eilentscheidung der BPjS bestätigt sah. "Solche kriegsverherrlichenden Computerspiele wie 'Command & Conquer: Generals', die den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen wehrlose Menschen zum Ziel erhoben haben, sind grundsätzlich verabscheuenswert. Sie treten die Menschenwürde mit Füßen und gehören auf keinen Fall in die Hände von Kindern und Jugendlichen", kommentierte Familienministerin Renate Schmidt den BPjS-Beschluss. Voraussichtlich in der ersten März-Sitzung des BPjS-12er-Gremiums, die am 6. des Monats stattfindet, soll die vorläufige Anordnung erneut thematisiert werden. Dann entscheidet sich auch, ob das Spiel wieder freigegeben wird, oder ob es endgültig auf der Liste indizierter Medien landet. Ab 28. Februar indiziert ist indes ""Unreal Tournament 2003"" von Infogrames. Anders als bei "C&C: Generals" handelt es sich dabei jedoch nicht um eine VA, sondern um einen endgültigen Indizierungsbeschluss, wie ein Sprecher der BPjS gegenüber GamesMarkt.de bestätigte.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.