Im Rahmen einer schriftlich durchgeführten, außerordentlichen Hauptversammlung holt sich das schwedische Gamesunternehmen Modern Times Group (MTG), Mutter unter anderem von InnoGames, die Erlaubnis zum Rückkauf eigner Aktien. MTG hatte erst zu Jahresbeginn sein E-Sport-Business, ESL Gaming, für eine Mrd. US-Dollar verkauft.

Der schwedische Medien- und Gameskonzern MTG, zu der auch der Hamburger Publisher InnoGames gehört, plant offenbar den Rückkauf eigener Anteile. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung holte sich der Vorstand nun grünes Licht für geplante Aktienrückkäufe von den Anteilseignern. Die Versammlung fand wegen Corona und im Einklang mit dem schwedischen Recht postalisch statt. Zum Aktienrückkauf selbst gab MTG nur wenige Informationen bekannt. So sieht die jetzt erteilte Genehmigung verschiedene Einschränkungen vor. Unter anderem darf MTG maximal zehn Prozent der eigenen Anteile halten. Außerdem gilt die Erlaubnis nur bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung.

Aktienrückkäufe stärken in aller Regel den Kurs einer Aktie. Das Vorgehen dürfte deshalb in Zusammenhang mit dem Verkauf der deutschen Tochter ESL Gaming im Januar 2022 stehen. MTG nahm dadurch eine Mrd. Dollar, rund 885 Mio. Euro, ein. Wenig später bezeichnete MTG-CEO Marie Redin den Verkauf als Wendepunkt für MTG und kündigte an, rund 40 Prozent des Nettoerlöses an die Aktionäre zurückgeben zu wollen. Den Rest wolle man als reines Gamesunternehmen in neue Games und Studios investieren.

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