MTGx: 35 Prozent Umsatzplus trotz eSport-Schwäche in Q4
Der schwedische Medienkonzern MTG, Mutterfirma von ESL, Dreamhack und InnoGames, hat seine Bilanz für 2018 vorgelegt. 2018 drehte auch das Spiele-bezogene Geschäft in die Gewinnzone. Das Segment eSports wuchs über das Jahr, trotz eines mauen 4. Quartals.
Die MTG Modern Times Group hat zum letzten Mal in ihrer jetzigen Form Bilanz gezogen. Morgen soll im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung die Aufspaltung des Unternehmens beschlossen werden. Die Gesamtbilanz der gesamten Gruppe für 2018 kann sich aber noch einmal sehen lassen. Der Umsatz stieg um 12,5 Prozent auf 19,74 Mrd. schwedische Kronen. Das sind umgerechnet rund 1,89 Mrd. Euro. Der operative Gewinn stieg zugleich um über 70 Prozent auf 1,58 Mrd. schwedische Kronen oder 151,7 Mio. Euro.
Eine vergleichsweise kleinen Beitrag zum Gewinn leistete jedoch der Geschäftsbereich MTGx. Er umfasst alle Töchter und Aktivitäten aus dem Bereich eSport, Online Games und Digital Video Content und soll nach der Aufspaltung ein Kernbestandteil der neuen "MTG" sein. 2018 steuerte MTGx jedoch nur einen operativen Gewinn von 10 Millionen schwedischen Kronen bei, umgerechnet 960.000 Euro. Allerdings zeigt der Trend deutlich nach oben. Im Vorjahr bilanzierte das Segment noch einen operativen Verlust von 170 Mio. schwedischen Kronen oder 16,1 Mio. Euro.
Auch die Umsatzentwicklung von MTGx zeigt steil nach oben. 2018 stieg der Umsatz gegenüber Vorjahr um fast 36 Prozent. Lediglich im Bereich Digital Video Content war der Umsatz rückläufig. Das Segment eSports, das im wesentlichen aus der ESL/Turtle sowie der Dreamhack besteht, stieg um fast elf Prozent auf 1,52 Mrd. Kronen oder 145,9 Mio. Euro. Das Segment Online Gaming mit InnoGames und Kongregate wuchs um 86 Prozent auf 2,3 Mrd. Kronen oder rund 220 Mio. Euro. Hier bleibt festzuhalten, dass die Vorjahreswerte auf Grund eines neuen Segmentierung einen objektiven Vergleich nicht zulassen.
Bemerkenswert ist jedenfalls, dass beim eSport ausgerechnet das jüngste, also vierte Quartal mit einem rückläufigen Umsatz verunsichert. MTG macht hierfür rückläufige Einnahmen aus dem Work-for-hire-Geschäft verantwortlich. Die hätten trotz einer positiven Entwicklung der Turtle-Eigenmarke ESL und der Dreamhack nich egalisiert werden können. Zum Bereich stellte MTG außerdem fest, dass sich das Wachstum von InnoGames "signifikant verlangsamt" hat. Der Umsatz mit Digital Video Content war stark rückläufig, weil Splay Networtks in ein anderes Segement übertragen wurde und sich die Videoplattform Zoomin.TV in ein Branded-Entertainment-Unternehmen wandelt.