Die Aktion "Knast on Tour" bildet den Auftakt für die zweite Phase der "Raubkopierer sind Verbrecher"-Kampagne. Seit dem 28. Juli tourt eine mobile Gefängniszelle durch die Bundesrepublik.

Die neue ZKM-Aktion soll bei Passanten Aufmerksamkeit für die Problematik des Raubkopierens wecken. Flankierend wird ein Aufklärungsflyer mit Gewinnspiel in einer Auflage von zwei Millionen Stück in Kinos und Videotheken verteilt. "Diese Aktion soll Dialogcharakter haben", erklärt Johannes Klingsporn, GF VdF, "die Reaktionen der Bevölkerung sollen in die nächste Stufe der Kampagne einfließen." Auch Michael Panknin, stellvertretender IVD-Vorsitzender, sieht die Aufklärung als wichtigsten Punkt in der Kampagne: "Wir müssen die Sensibilisierung des Endverbrauchers weiter vorantreiben. Die politischen Stellen sind schon sensibilisiert, leider aber dauert es noch, bis juristisch alles in trockenen Tüchern ist." Unabhängig vom Stand der Dinge beim so genannten Zweiten Korb des Urheberschutzgesetzes gibt es Erfolge. Unter anderem auch daran abzulesen, dass die Staatsanwaltschaft mancherorts mit Raubkopierverfahren überlastet ist. 1300 Strafverfahren gegen vermeintliche Raubkopierer leitete die GVU im ersten Halbjahr 2004 ein; 260.000 mit Raubkopien bespielte Datenträger stellte sie in dem Zeitraum sicher, und über 1100 Verfahren gegen Raubkopierer konnten bis Juni 2004 insgesamt abgeschlossen werden. Als weiteren Erfolg der Antipirateriebemühungen wertet Johannes Klingsporn die zunehmend schlechter werdende Qualität der noch existierenden Raubkopien, was er auf die erfolgreiche Arbeit der GVU aber auch der zunehmenden Day-and-Date-Starts zurückführt.

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