Neuer Beiratschef bei PEGI
Der Beirat des Paneuropean Game Information (PEGI) Systems, dem freiwilligen Alterskennzeichnungssystem von Games in Europa, hat einen neuen Chairman. Künftig wird der Portugiese Xavier Antonio das Gremium leiten.
Die Interactive Software Federation of Europe (ISFE), europäischer Dachverband der Gamesbranche, hat erneut Bilanz für sein freiwilliges Alterskennzeichnungssystem gezogen. Seit Errichtung des Paneuropean Game Information (PEGI) Systems im April 2003 wurden 4497 Spiele geprüft. Mit fast 50 Prozent wurde dabei die Empfehlung "3+" am häufigsten ausgesprochen. Lediglich 3,87 Prozent der Spiele wurden für "18+" bewertet. Nach Plattformen unterteilt sind die meisten geprüften Titel für PC (1726). 975 Titel für PlayStation 2, 585 für Xbox und 276 für GameCube wurden bis zum 6. Dezember 2005 geprüft und gekennzeichnet.
Parallel zur Statistik hat die ISFE auch eine Personaländerung im PEGI-Beirat bekannt gegeben. Der bisherige Beiratspräsident Dag Asbjornsen trat zurück. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Antonio Xavier, der portugiesische Vertreter im Beirat und Director der Film Classification Commission von Portugal, zum neuen Beiratspräsidenten gewählt. Der PEGI Beirat besteht aus Vertretern aus 14 Ländern, die in den jeweiligen Staaten in der Regel für den Jugendmedienschutz von Regierungsseite zuständig sind. Im Einzelnen sitzen in dem Beirat Vertreter aus Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien.
Ein deutscher Vertreter sitzt auf Grund des bestehenden Jugendschutzgesetzes (JuschG) nicht mit am Tisch: Seit der Novellierung des JuschG ist hierzulande die Kennzeichnung von Spielen gesetzlich geregelt. Das PEGI-System, das EU-weit zum Einsatz kommt, ist für Deutschland damit irrelevant.