Neuer Spieleverband BIU gegründet
Insgesamt elf Publisher haben am 6. April im Rahmen einer Gründungsveranstaltung eine neue Interessensvertretung der Spielebranche ins Leben gerufen und einen dreiköpfigen Vorstand gewählt. Standort des Verbands wird Berlin.
Die Vermarkter der Spieleindustrie haben einen neuen Verband. Am 6. April konstituierte sich im Rahmen einer Gründungsveranstaltung der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, kurz BIU. Insgesamt elf Publisher nahmen an der Gründungsveranstaltung teil. Bei den Firmen handelt es sich ausnahmslos um ehemalige VUD-Mitglieder: Atari, Eidos, Electronic Arts, Koch Media Deutschland, Konami of Europe, Microsoft Deutschland, Nintendo of Europe, Sony Computer Entertainment Deutschland, Take 2 Interactive, THQ Entertainment und Ubisoft. Parallel zur Gründung wurde auch ein dreiköpfiger Vorstand gewählt. Dieser besteht aus Stephan Brechtmann von Microsoft, Dr. Jens Uwe Intat von Electronic Arts und Odile Limpach von Ubisoft.
Als grundlegende Ziele nennt der neue Verband die Kommunikation über Computer- und Videospiele mit der Öffentlichkeit, die Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz und des Kinder- und Jugendschutzes sowie den Kampf gegen die Softwarepiraterie. "Mit der Entwicklerszene in Deutschland möchten wir konstruktiv zusammenarbeiten", signalisierte Intat, der als Vorstandssprecher des BIU fungiert, Gesprächsbereitschaft unter anderem mit G.A.M.E., dem Verband der deutschen Entwickler.
Zu den nächsten Schritten des BIU zählt nun die Einrichtung einer Geschäftsstelle sowie die Einstellung eines Geschäftsführers. Nach Angaben der Gründungsmitglieder soll der Standort des BIU Berlin sein. Ein weiteres Ziel, das der Verband sich ausdrücklich gesetzt hat, ist die Unterstützung von Branchenausstellungen zur aufmerksamkeitsstarken Außendarstellung der Industrie. Darunter zu verstehen ist wohl die Unterstützung der GC - Games Convention.