Mit einem leichten Besucherplus schloss am 5. Februar die 53. Spielwarenmesse ihre Pforten. Im Blickfeld standen in diesem Jahr die Auftritte von Nintendo und Microsoft. Die beiden Anbieter nutzten ihren Auftritt als Promotionplattform für GameCube und Xbox und sind mit den erzielten Ergebnissen mehr als zufrieden.

Die Veranstalter sind mit dem Verlauf der Spielwarenmesse 2002 rundum zufrieden. Laut Bilanz der Spielwarenmesse eG wurden insgesamt 74.600 Besucher an den sechs Messetagen gezählt. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. "Wir haben die gesteckten Ziele erreicht und uns damit vom eher rückläufigen Trend bei den Konsumgütermessen abgesetzt", kommentierte Gerd Bise, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG, das Ergebnis.

Vollauf zufrieden mit der International Toy Fair war auch Microsoft. Gemeinsam mit den beiden deutschen Vertriebspartnern NBG und Hoffmann Interaktiv präsentierte die Münchner Microsoft-Dependance die neue Konsole Xbox. Und mit Erfolg, wie alle drei Unternehmen nach der Messe betonten. "Wir haben mit der Präsenz auch ein optisches Signal gesetzt. Alle unsere Demostationen waren rund um die Uhr besetzt", bilanzierte Hans Seyfried, Trade Marketing Consultant von Microsoft. Der Handel habe sich von der Präsentation beeindruckt gezeigt. Und auch die Distributionspartner seien alle begeistert gewesen.

Dies kann NBG-Chef Markus Biehl nur bestätigen. Seine Bilanz der Messe falle mehr als positiv aus. "Durch die ansprechende und sehr einladende Gestaltung des Messestands konnten wir uns über viele Besuche und reges Interesse von Kunden freuen", berichtete Biehl. Es sei wichtig gewesen, als kompetenter Ansprechpartner vor Ort zu sein. Gleichzeitig freue er sich auf eine Fortsetzung innerhalb dieses guten Teams, lobt er den gemeinschaftlichen Auftritt.

Auch Olaf Molkenthin, Geschäftsführer von Hoffmann Interaktiv, zeigte sich mit dem Verlauf der Spielwarenmesse sehr zufrieden: "Trotz der anfänglichen Skepsis des Handels gegenüber der hochpreisigen Xbox haben wir in den letzten Tagen einen spürbaren Stimmungsumschwung erlebt. Der Handel will die Xbox, und zwar so viel wir liefern können. Insofern war die Resonanz sehr positiv."

Aber nicht nur Microsoft & Co. nutzte die Spielwarenmesse als Präsentierfeld für eine neue Konsole. Auch Nintendo wusste sich mit einem optisch gelungenen Messestand als Besuchermagnet zu präsentieren. Axel Herr, Managing Director Sales & Marketing Nintendo Germany, bilanzierte kurz nach der Messe, dass man "aufgrund des nachhaltigen Besucheransturms erneute Rekordumsätze erzielt hat". Herr weiter: "Veranstaltungen wie die Spielwarenmesse Nürnberg, auf die wir unsere Kosten beinahe in wenigen Stunden einspielen können, würden wir uns auch in anderen Ländern wünschen."

Die nächste Spielwarenmesse findet vom 30. Januar bis 4. Februar 2003 statt.

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