Nintendo steigert Umsatz und hält die Switch weiter attraktiv
Mittlerweile 114,33 Millionen Switch-Konsolen hat Nintendo weltweit verkauft, die Gesamtverkäufe der PlayStation 4 dürften somit im aktuellen Quartal übertroffen werden. Aber auch die Software-Verkäufe zeigen, dass Nintendo die technisch betagte Plattform weiterhin sehr attraktiv hält.
Auch Nintendo hat den Geschäftsbericht für das erste Halbjahr, von April bis September 2022, vorgelegt. Das japanische Unternehmen hat in dem Zeitraum 656,974 Milliarden Yen umgesetzt, knapp 4,49 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn stieg im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent, auf 220,387 Milliarden Yen, etwa 1,51 Mrd. Euro. Das Unternehmen profitierte ebenfalls von Wechselkurseffekten.
Insgesamt 6,68 Millionen Konsolen aus der Switch-Reihe konnte Nintendo weltweit absetzen, davon 3,25 Millionen im Quartal von Juli bis September. Gegenüber April bis September 2021 wurden aber 1,6 Millionen weniger Konsolen verkauft, was auf Lieferprobleme bei Halbleitern und anderen Komponenten zurückgeführt wird. Insgesamt prognostiziert Nintendo 19 Millionen Konsolen-Verkäufe im aktuellen Geschäftsjahr, also bis Ende März 2023. Seit der Markteinführung der Switch sind 114,33 Millionen weltweit in Umlauf, davon 29,29 Millionen in Europa. Das OLED-Modell liegt weltweit bei 9,34 Millionen verkauften Units, das Lite-Modell bei 19,32 Millionen. Die PlayStation 4 steht übrigens bei 117,01 Millionen Verkäufen. Diese Marke müsste die Switch im laufenden Quartal überspringen.
Nintendo hat außerdem Maßnahmen ergriffen, um die Switch-Verfügbarkeit zum Weihnachtsgeschäft bestmöglich sicherzustellen. Eine Erhöhung der Switch-Preise sei derzeit nicht geplant, wurde bei der Investorenkonferenz gesagt, sie würden jedoch die Situation weiter beobachten und sorgfältig abwägen, ob die Option gezogen wird oder nicht.
Im Software-Bereich hat Nintendo im ersten Halbjahr 95,41 Millionen Spiele verkauft, 1,52 Millionen mehr als im Vorjahr. Laut Nintendo hätte sich jeder in diesem Zeitraum veröffentlichte Titel gut verkauft, vor allem aber "Splatoon 3" mit 7,9 Millionen Verkäufen. Darüber hinaus verkauften sich ältere Titel weiterhin stark, zum Beispiel "Mario Kart 8 Deluxe" mit weiteren 3,07 Millionen Einheiten, bei einem kumulativen Absatz von 48,41 Millionen Einheiten. Auch "Kirby und das vergessene Land" ging weitere 2,61 Millionen Mal über die Ladentheken. "Was unser digitales Geschäft für die dedizierte Videospielplattform angeht, so haben sich die herunterladbaren Versionen von Softwarepaketen für Nintendo Switch Software gut verkauft, und auch die Nintendo-Switch Online-Verkäufe stiegen", heißt es in dem Bericht.
Mit "Pokémon Karmesin & Purpur" im November, "Fire Emblem Engage" im Januar und "Kirby's Return to Dream Land Deluxe" im Februar möchte Nintendo die Plattform weiter attraktiv halten. Ebenso mit "Bayonetta 3", das Ende Oktober veröffentlicht wurde. Auch "zahlreiche" Games von Partnerunternehmen sollen zur weiteren Popularität der Switch beitragen.
Die meistverkauften First-Party-Titel auf Switch
-"Mario Kart 8 Deluxe" - 48,41 Mio.
-"Animal Crossing: New Horizons" - 40,17 Mio.
-"Super Smash Bros. Ultimate" - 29,53 Mio.
-"The Legend of Zelda: Breath of the Wild" - 27,79 Mio.
-"Pokemon Schwert & Schild" - 25,37 Mio.
-"Super Mario Odyssey" - 24,40 Mio.
-"Super Mario Party" - 18,35 Mio.
-"Pokemon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle" - 14,92 Mio.
-"Ring Fit Adventure" - 14,87 Mio.
-"Pokemon: Let's Go, Pikachu! & Evoli!" - 14,81 Mio.
Weitere Verkaufszahlen laut Nintendo
"Pokemon-Legenden: Arceus" - 13,91 Mio.
"Mario Party Superstars" - 8,07 Mio.
"Splatoon 3" - 7,90 Mio.
"Nintendo Switch Sports" - 6,15 Mio.
"Kirby und das vergessene Land" - 5,27 Mio.
"Mario Strikers: Battle League" - 2,17 Mio.
"Xenoblade Chronicles 3" - 1,72 Mio.
Marcel Kleffmann