Handyhersteller Nokia kämpft mit massiven Preisnachlässen um Marktanteile. Derweil schrumpft der Umsatz.

Analysten rechnen im 2. Quartal bei dem finnischen Handyhersteller Nokia mit schrumpfenden Umsätzen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" wird ein Rückgang um fünf Prozent auf 6,67 Mrd. Euro erwartet. Ursache seien enorme Preissenkungen bei Handys, mit denen die Finnen Marktanteile wettmachen wollen. 2003 hielt Nokia weltweit noch 35 Prozent am Mobiltelefonmarkt. Im 1. Quartal 2004 war der Anteil auf 29 Prozent zusammengeschmolzen. Nokia hatte es versäumt, mit attraktiven Modellen auf die steigende Nachfrage nach Fotohandys zu reagieren. Die Konkurrenten waren innovativer und eroberten Marktanteile. Motorola erreichte im 1. Quartal 16,5 Prozent, Samsung kam auf 13 Prozent. Der Preiskampf kommt Nokia teuer zu stehen: Im 1. Quartal verdiente das Unternehmen im Durchschnitt 109 Euro pro Mobiltelefon, 25 Euro weniger als im Quartal davor. Mit neuen Modellen wie dem 6230 mit integrierter Kamera, Musikabspielfunktion und Videorekorder zog die Nachfrage nach Nokia-Handys wieder an. Nokia plant, in der zweiten Jahreshälfte 20 neue Modelle herauszubringen.

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