Mehrere Elektronikkonzerne, darunter Sony und Philips, haben sich zusammengetan, um einen allgemeingültigen DRM-Standard (Digital Rights Management) zu entwerfen.

Wie der US-Branchendienst "CNet" meldet, wollen mehrere große Hersteller von Unterhaltungselektronik, u. a. Sony, Philips, Matsushita Electronic (Panasonic) und Samsung, einen gemeinsamen Standard für Digital Rights Management (DRM) entwickeln. Als Hauptgrund für diesen Schritt führen die Unternehmen die zunehmende Kritik von Nutzerseite an den bestehenden Modellen an, die oftmals auf einzelne Plattformen beschränkt sind. Neben den Elektronikkonzernen hat sich mit Intertrust Technologies ein Entwickler von DRM-Systemen der Initiative angeschlossen. Unter dem Namen "Marlin Joint Development Association" wollen sich die Unternehmen für eine größere Unabhängigkeit von Softwareherstellern wie Microsoft oder Apple einsetzen. Gerade diese beiden Firmen dominieren und kontrollieren nach Ansicht der Marlin-Gruppe den Markt für DRM-Lösungen zu stark.

Der geplante DRM-Standard soll von Anfang an plattformübergreifend konzipiert werden, sodass sich die Medien auf allen Systemen, egal ob PC, mobiler Player oder Handy, abspielen lassen. Dabei werde auf Audio-Codec AAC (Advanced Audio Coding) und das MPEG AVC-Videoformat (Advanced Video Coding) gesetzt, teilte die Association mit. Das Coral Consortium, das im letzten Jahr mit ähnlichen Ziel gegründet wurde und nun als Untergruppe von "Marlin Joint Development Association" agiert, ist nach Angaben der Gruppe derzeit mit einer Art Übersetzer befasst. Dieser soll übergangsweise die Kompatibilität zwischen den verschiedenen DRM-Produkten sicherstellen.

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