PlayStation-3-Launch: Microsoft ist gefordert
Selten zuvor war sich die Branche zu einem Thema so einig wie aktuell: Vom späteren PlayStation-3-Launch kann vor allem Microsoft profitieren, wenn der Softwarekonzern die Gelegenheit beim Schopfe packt. Eine Unbekannte bleibt vorerst Nintendo.
GamesMarkt hat sich in der Branche umgehört, und das Echo ist einhellig wie selten: Vom späteren PlayStation-3-Launch werde vor allem Microsoft mit Xbox 360 profitieren. Vorausgesetzt, der Softwarekonzern packt die Gelegenheit beim Schopfe. Die Position von Sony Computer Entertainment sehen zahlreiche Marktteilnehmer weiter geschwächt. Der bereits dritte Launchtermin für Playstation 3 innerhalb nur eines Jahres lasse sich den Kunden nur schwer vermitteln. Auch, weil vielfach noch der mehrfach verschobene Start von PlayStation Portable im Gedächtnis ist.
Der Handel zeigte sich bereit, mit Unterstützung von Microsoft, Xbox 360 zu dem großen Konsolenthema im diesjährigen Weihnachtsgeschäft zu machen. Erforderlich sei aber eine ausreichende Hardwareversorgung, wie sie Microsoft kürzlich erst zusicherte, zugkräftige Neuveröffentlichungen sowie eine umfassende Marketingkampagne seitens Microsoft. Diplomatischer geben sich verständlicherweise die Third-Party-Unternehmen und die Konkurrenz. An der Unterstützung EAs für die Sony-Konsole ändere der spätere Launch nichts, betonte z.B. der Kölner Major. Und auch Microsoft selbst meldete sich zur Wort.
Als große Unbekannte wird derzeit noch Nintendo wahrgenommen. Bislang ohne konkretes Launchdatum und konkreten -preis ist offen, ob der Traditionshersteller dem Beispiel Sonys folgt und das Weihnachtsgeschäft kampflos der US-Konkurrenz überlassen wird. Nicht wenige Stimmen befürchten in den kommenden Tagen eine Launchverschiebung Nintendos. Die Hoffnung aber bleibt, dass es mit Xbox 360 und Wii wenigstens zum kleinen Duell der Next-Generation-Konsolen kommen werde.
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