PlayStation-Geschäftsbereich ist abermals Umsatztreiber bei Sony
Gestiegener Konsolen-Absatz, mehr Verkäufe von Third-Party-Titeln und höhere Einnahmen bei den Network Services: Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2023 von Sony kann sich sehen lassen. Auch der Ausblick auf das Gesamtjahr ist nach oben hin angepasst worden.
Der Umsatz der Sony-Sparte Game & Network Services, in dem das PlayStation-Geschäft verortet ist, betrug im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 771,9 Milliarden Yen, etwa 4,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Einnahmen um 28 Prozent. Mehr Verkäufe von Third-Party-Software plus Zusatzinhalte, gestiegene Hardware-Verkäufe und positive Währungseffekte werden als Gründe für diesen Anstieg genannt. Die Umsätze im Hardwarebereich stiegen um 42 Prozent, im Softwaresegment um 27 Prozent und bei den Network Services um 17 Prozent. Der operative Gewinn sank allerdings um sieben Prozent auf 49,2 Milliarden Yen, rund 312 Millionen Euro. Sony führt dieses Ergebnis auf Abschreibungen und erhöhte Kosten, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Übernahme von Bungie an, obwohl die Einnahmen durch den Verkauf von Third-Party-Software gestiegen seien. Das OIBDA als operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen stieg um acht Prozent, auf 75,9 Milliarden Yen, etwa 482 Millionen Euro.
Wird Sony als Gesamtkonzern betrachtet, dann stammen 26 Prozent des Umsatzes und jeweils 19 Prozent des operativen Ergebnisses und des OIBDA aus dem PlayStation-Geschäftsbereich. Game & Network Services ist damit die umsatzstärkste Sparte des Unternehmens vor Financial Services und Entertainment, Technology und Services.
3,3 Millionen Konsolen aus der PlayStation-5-Familie hat das Unternehmen im April, Mai und Juni 2023 abgesetzt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 2,4 Millionen. Damit befinden sich 41,7 Millionen PS5-Geräte weltweit in Umlauf. Im laufenden Geschäftsjahr sollen insgesamt 25 Millionen Geräte ausgeliefert werden. Zum Vergleich: Die Switch von Nintendo schaffte in den drei Monaten rund 3,91 Millionen Verkäufe. Angaben zum Absatz von PlayStation VR2 wurden nicht gemacht, auch nicht in den Zusatzinformationen. 56,6 Millionen Games wurden in den besagten drei Monaten für PlayStation 4 und PlayStation 5 verkauft, eine Steigerung um 9,3 Millionen im Vorjahresvergleich. Sony konnte 6,6 Millionen First-Party-Titel verkaufen, in etwa so viel wie im Vorjahr. 72 Prozent der Software-Verkäufe waren digitale Downloads von Vollversionen, was einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des vorherigen Geschäftsjahres entspricht. Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer des PlayStation Network lag am 30. Juni 2023 bei 108 Millionen, eine Steigerung um fünf Millionen in Relation zum Q1FY22. Angaben zu den Abonnenten von PlayStation Plus wurden nicht gemacht. Im Q4FY22 waren noch 47,4 Millionen PS-Plus-Abonnenten aufgeführt.
Auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr in der Sparte Game & Network Services ist von Sony angehoben worden. Es wird erwartet, dass die Umsätze um sieben Prozent im Vergleich zur bisherigen Prognose steigen werden. Die operative Ergebnisprognose wurde nicht verändert, aber die OIBDA-Schätzung um drei Prozent angehoben. Positive Währungseffekte, stärkere Verkäufe von Third-Party-Inhalten und niedrigere Kosten werden angeführt, ebenso wie negative Effekte aufgrund von mehreren Releasetermin-Verschiebungen bei First-Party-Titeln (keine Details) und einer Verschlechterung der Hardware-Profitabilität aufgrund von regionalen Promotion-Änderungen und beim Sales-Channel-Mix.