Prognose bestätigt: Deutschland mit mehr Handys als Einwohnern
Erst im Juli 2006 prognostizierte der Axel Springer Verlag in einer Studie für Ende 2006 mehr Mobiltelefone in Deutschland als es Einwohner gibt. Die Bitkom bestätigte nun die Vorhersage mit Bezug auf die aktuellen Geschäftszahlen des Monats August 2006.
Nachdem der Axel Springer Verlag nach Analyse eines Unternehmensberichts erst im Juli 2006 verlauten ließ, es werde Ende 2006 deutschlandweit mehr Mobiltelefone als Einwohner geben, wurde die Prognose bereits jetzt durch den Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bestätigt. Demnach stieg die Anzahl der Mobilfunkanschlüsse im August auf 82,8 Millionen. Bitkom-Präsident Willi Berchtold erklärt sich das rapide Wachstum durch die günstige Preisentwicklung sowie den ungebrochenen Trend zum Zweit-Handy.
Mit der beschleunigten Entwicklung des Handy-Marktes geht offenbar auch die Verbreitung der UMTS-Technologie einher: Rund vier Mio. UMTS-Kunden haben sich zur Jahreshälfte 2006 registriert. Dies sind knapp doppelt so viele Kunden wie noch Ende 2005. "UMTS ist inzwischen der Motor im Mobilfunk" kommentiert Berchtold den Umstand, dass rund 70 Prozent des Wachstums im Mobilfunksektor durch UMTS vorangetrieben wird - im Jahr 2005 waren es nur 20 Prozent.
BITKOM hält weitere Steigerungen angesichts der Entwicklungen, wie beispielsweise im Nachbarstaat Italien (120 Prozent Handy-Verbreitungsrate), für möglich.