PS Plus, Xbox Live Gold und Co. gewinnen eine Mio. Neuabonnenten
2017 haben rund drei Millionen Gamer in Deutschland ein kostenpflichtiges Online-Abo wie PlayStation Plus, Xbox Live Gold oder EA Access genutzt. Das sind 1,1 Mio. mehr als im Vorjahr. Auch der Umsatz stieg um fast 60 Prozent.
Bei Online-Rollenspielen hat das Abonnementmodell mit Ausnahme von "World of Warcraft" längst ausgedient. Doch in der Spielevermarktung an sich erlebt es derzeit ein Revival. Das bestätigen auch neue Marktzahlen, die der Branchenverband game jetzt veröffentlichte und die von der GfK erhoben wurden. Demnach stieg die Zahl deutscher Spieler, die ein PlayStation-Plus-Abo haben oder für Dienste wie Xbox Live Gold oder EA Access bezahlen im Jahr 2017 auf drei Millionen. 2016 lag sie noch bei 1,9 Millionen.
Mit der Nutzerzahl stieg auch der Umsatz um fast 60 Prozent und zwar von 114 Millionen Euro 2016 auf 179 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die Höhe der Ausgaben für ein Online-Abo blieb damit weitestgehend unverändert: 2016 gab jeder Abonnent im Schnitt 60 Euro aus, 2017 waren es 59,66 Euro.
"Der große Erfolg kostenpflichtiger Online-Dienste zeigt einen spannenden Trend bei Games auf", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sei das Segment zwar noch klein. "Das starke Nutzer- und Umsatzwachstum zeigt aber das große Potenzial für die Games-Branche. Innovationen wie Cloud Gaming werden diesen Trend noch verstärken", so Falk. Voraussetzung für eine weiterhin gute Entwicklung sei aber der schnelle Ausbau flächendeckender Internetanschlüsse mit Gigabit-Geschwindigkeit.