Electronic Arts hat die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr, das am 31. März endete, vorgelegt. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs und einem deutlich geringeren Nettogewinn zeigte sich das Management mit dem Ergebnis zufrieden.

"Wie erwartet war das Geschäftsjahr 2001 ein Jahr der Herausforderung." Als Larry Probst, Chairman und CEO von Branchenmarktführer Electronic Arts, die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vorlegte, betonte er, dass die vergangenen zwölf Monate in der Spieleindustrie kein Zuckerschlecken gewesen seien. Einige Firmen wurden aufgekauft, andere mussten ambitionierte Expansionspläne begraben. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Electronic Arts keine neuen Rekordzahlen ausweisen konnte.

Im vierten Quartal musste der Major sogar einen geringen Verlust hinnehmen. Die Kennzahlen für das Jahr blieben allerdings positiv, wenn auch nur knapp. Insgesamt erwirtschaftete EA einen Umsatz von 1,322 Mrd. Dollar und erzielte dabei einen Nettogewinn von sechs Mio. Dollar. Der Versorgungsengpass von PlayStation 2-Hardware habe sich auf das Ergebnis von Electronic Arts niedergeschlagen, sagte Probst. So hätte die PS2 die rückläufigen Verkäufe im Bereich PSone und Nintendo 64 nicht vollständig kompensieren können. Zum Vergleich: Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte der Major noch einen Umsatz von 1,420 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 130 Mio. Dollar verbucht. Wichtige Schritte hinsichtlich des strategischen Ziels, Marktführer bei Konsolen-, PC- und Online-Spiele zu bleiben bzw. zu werden seien erreicht worden. Insgesamt zeigte sich das Management mit dem Ergebnis dennoch zufrieden.

Für das neue Geschäftsjahr herrscht bei EA Zuversicht. Einerseits gehe man davon aus, dass die PS2-Penetration deutlich zunehmen werde, wodurch sich größere Absatzpotenziale ergeben würden. Andererseits stehe der Markteintritt von Xbox und GameCube bevor. Davon verspricht sich EA einen generellen Impuls für den Videospielemarkt. EA veröffentlicht für beide Systeme Spiele. Da die klare Zielsetzung von EA ist, auf jedem System, das unterstützt wird, Marktführer zu werden, kann man davon ausgehen, dass der Major auch auf den neuen Plattformen ambitioniert ans Werk gehen wird.

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Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.