PriceWaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert der Unterhaltungsindustrie dank neuer Geschäftsmodelle für digitale Inhalte trotz Piraterie Wachstumsraten.

Trotz erheblicher Einbußen durch Raubkopien und Produktpiraterie wird die Unterhaltungs- und Medienindustrie weltweit stark wachsen, so die PwC-Studie "Entertainment and Media Outlook: 2003 - 2007". Auslöser dieses Wachstums seien demnach neue Formate und Geräte, die den Vertrieb von digitalen Inhalten vereinfachen würden. Eine Schlüsselrolle komme Digital Rights Management (DRM) zu. DRM könne als Kopierschutz und für neue Marketingstrategien verwendet werden. Man benötige aber einen einheitlichen Standard. Einen entscheidenden Schub leiste auch die zunehmende Zahl der Breitbandanschlüsse, die bis 2007 durchschnittlich um 29 Prozent wachsen soll. Ab 2006 könnten hier die ersten substanziellen Umsätze mit digitalen Inhalten erzielt werden. Weitere Schlüsselfunktionen habe die nächste Wireless-LAN-Generation WiMAX, die in knapp drei Jahren Standard sein soll, sowie eine neue Mobilfunkgeneration für Videoübertragungen. Menschliches Verhalten sei in 90 Prozent der Fälle der Grund für Sicherheitslücken beim Umgang mit Originalmaterial, hieran müssten die Unternehmen arbeiten. Es gebe keinen vollkommenen Schutz vor Raubkopien - und man dürfe sich aus Furcht vor Piraterie nicht zurückhalten. Der um Jahre verzögerte Markteintritt der DVD aufgrund der Skepsis der Content-Anbieter sollte den Unternehmen eine Warnung sein, so PwC.

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