Nach dem Publishing-Deal mit 505 Games Anfang des Monats hat der finnische Spieleentwickler Remedy Entertainment nun seinen Börsengang an der Nasdaq First North Finland vollzogen. Die Weichen für die künftige Entwicklung sind damit gestellt.

2017 markiert für den finnischen Entwickler Remedy Entertainment eine Zäsur: Nachdem erst vor wenigen Wochen Börsenpläne öffentlicht wurden haben die Macher von "Max Payne", "Alan Wake" und "Quantum Break" nun den IPO vollzogen. Seit dem 29. Mai wird Remedy an der sogenannten Nasdaq First North Finland gehandelt. Der First North ist ein Börsenplatz für kleine und mittlere Unternehmen der Nasdaq Nordic, dem skandinavischen Tochterunternehmen der US-Technologiebörse Nasdaq. Innerhalb des ersten Tages pendelte sich der Kurs Remedys um den Ausgabekurs von 6,79 Euro ein. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt rund 75 Mio. Euro.

Doch der Börsengang ist nicht der einzige Grund, weshalb 2017 ein entscheidendes Jahr für die Finnen wird. Nachdem die beiden letzten Großprojekte als zumindest zeitweise Xbox-Exklusivspiele von Microsoft finanziert und vermarktet wurden, handelt es sich bei dem neuesten Projekt wieder um einen Multiplattform-Titel. Das Spiel mit Codenamen "P7" für "Project 7" soll erneut ein cineastisches Third-Person-Action-Spiel werden. Als Publishingpartner hat Remedy Anfang Mai 505 Games vorgestellt. Wie in den skandinavischen Ländern üblich wurden außergewöhnlich viele Details zum Deal bekannt. 505 Games steuert 7,75 Mio. Euro zur Entwicklung bei und stellt weltweit Marketing und Publishing-Services bereit. Zudem wurde die Zahlung von Royalties in Höhe von 45 Prozent auf die Nettoumsätze vereinbart.

Bereits zu Jahresbeginn hatte Remedy erstmals über "P7" gesprochen und dabei angekündigt, seine eigene Northlight-Technologie für die PlayStation 4 weiterzuentwickeln. Und auch schon damals war absehbar, dass 2017 ein Jahr der Veränderung wird und zwar indem sich Remedy von einer "One-Project-Company" zu einer "Multi-Project-Company" weiterentwickelt. Schließlich arbeiten die Finnen nicht nur an "P7", sondern entwickeln gemeinsam mit dem koreanischen Publisher Smilegate einen Nachfolger zu "CrossFire".

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.