Saarland stellt Drei-Säulen-Konzept und Dachmarke zur Gamesförderung vor
Vor einem Jahr einigten sind CDU und SPD im Saarland im Grundsatz auf eine Gamesförderung. Nun stellte Ministerpräsident Tobias Hans das Konzept sowie die Dachmarke "Game Base Saar" vor und überreichte der Saarland Medien den Förderbescheid über 100.000 Euro.
Neben Bundesländern wie Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen wird künftig auch das Saarland die lokale Gamesbranche fördern. Ein entsprechendes Konzept stellte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans jetzt der Öffentlichkeit vor. Das Saarland will seine Spieleentwickler künftig mit einem 3-Säulen-Konzept unterstützen. Die erste Säule sieht die Förderung von Spielen und Prototypen durch Förderpreise vor, die mit bis zu 10.000 Euro dotiert sind. Die zweite Säule zielt auf eine stärkere Vernetzung saarländischer Spieleentwickler untereinander, aber auch mit anderen Entwicklern der Republik. Last not least will das Saarland in der dritten Säule unter dem Namen "Masterclasses Games" exzellente Schulungsangebote für Entwickler schaffen. Das Konzept steht unter dem Motto "fördern, bilden und vernetzen" und trägt die neue Dachmarke "Game Base Saar".
"Entwickler von Computerspielen setzen in der Regel neueste Technologien als erste ein, deshalb übernimmt der Sektor innerhalb der IT-Branche die Funktion eines technologischen Trendsetters. Vor dem Hintergrund der bestehenden exzellenten Forschungslandschaft im Bereich der IT im Saarland ist die Einrichtung einer Gamesförderung nur folgerichtig. Sie ist ein echter Baustein für die Zukunft unseres Landes", sagt Ministerpräsident Tobias Hans.
Bei der Vorstellung des 3-Säulen-Konzepts übergab Hans auch den Förderbescheid über 100.000 Euro an die Saarland Medien, welche für die Förderung verantwortlich zeichnet. Uwe Conradt, Geschäftsführer von Saarland Medien sagte: "Die Einrichtung der Saarländischen Gamesförderung ist ein Schritt in Richtung Zukunft. Mit ihr werden wir das Saarland noch attraktiver machen für junge und kreative Fachkräfte, hier den Einstieg in den Spieleentwicklermarkt zu schaffen." Conradt bedankte sich auch bei allen Beteiligten und insbesondere den saarländischen Landtagsabgeordneten. Erst eine Änderung im Haushaltsplan 2018 macht die Einführung einer Gamesförderung noch in diesem Jahr möglich.
Tatsächlich hatten sich die Landtagsfraktionen von CDU und SPD angeführt von der damaligen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bereits im November 2017 auf eine Games-Förderung verständigt. In der Folge wurde das Konzept ausgearbeitet und konkretisiert.