SCE verliert "Modchip"-Klage
Das von Sony Computer Entertainment Australia vor Gericht eingeforderte Verbot von so genannten Modchips wurde nicht ausgesprochen - zur Freude der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherschützer ACCC.
Dem Antrag von Sony Computer Entertainment Australia, "Modchips" per Gerichtsbeschluss verbieten zu lassen, wurde nicht stattgegeben. Nach Informationen der Australian Competition & Consumer Commission (ACCC) habe Sony das Gericht nicht davon überzeugen können, dass Regionalcodes einen sicheren Schutz vor Raubkopien darstellten. Das Gericht argumentierte, dass australische Gesetze es zwar verbieten würden, Spiele illegal zu kopieren, aber nicht, Spiele egal welcher Region zu nutzen. Die Praxis der Regionalcodes falle somit nicht unter den "Copyright Act". "Australische Konsumenten können nun legal ihre Konsole 'chippen' und damit auch Spiele nutzen, die nicht in Australien erworben wurden", stellte ACCC-Vorstand Alan Fels klar. "Die ACCC vertritt seit langem die Meinung, dass Regionalcodes gegen die freie Kundenentscheidung sprechen und in machen Fällen auch den Zugang zu konkurrenzfähigen Preisen untergraben." Da PSone-Titel in Down Under mit Preisen von umgerechnet bis zu 70 Euro im Laden stehen, würden laut Fels viele Australier ihre Spiele via Internet aus den USA oder Europa beziehen.