Bundesinnenminister Otto Schily hat die Kritik von Günther Beckstein in massiver Form zurückgewiesen. Laut Schily habe Bayern einen Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums blockiert.

Auf die Anschuldigungen von Bayerns Innenminister Günther Beckstein, die Bundesregierung sei in Bezug auf ein Verbot von Gewalt verherrlichenden Videos und Spielen in "skandalöser Weise" untätig geblieben , hat Bundesinnenminister Otto Schily noch am Montagmorgen im ZDF reagiert. Laut Schily habe Bayern zwei Jahre lang einen Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums für ein Gesamtjugendschutzgesetz blockiert, weil es die Zuständigkeit des Bundes angezweifelt habe. "Herr Beckstein spricht von skandalöser Untätigkeit, ich spreche von skandalösem Verhalten des Herrn Beckstein", sagte Schily. Wer so "schamlos und unanständig" versuche, Wahlkampf zu machen, disqualifiziere sich als Mitglied von Stoibers Wahlkampfteam. Bereits am Samstag hatte sich der Bayerische Ministerpräsident für ein Verbot von "Killerspielen" ausgesprochen.

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