Schwindel mit ISCD-Nummern für CD-ROMs
Die Rechtsunsicherheit bezüglich neuer Medien treibt neue Blüten und ruft clevere Geschäftemacher auf den Plan.
Mit der Vergabe von ISCD-Nummern für CD-ROMs wirbt derzeit eine Agentur aus Heidelberg. Die Nummern sollen einer eindeutigen internationalen Identifizierung von CD-ROMs dienen, ähnlich den ISB-Nummern, die für Bücher vergeben werden. Die Agentur sei mit der Vergabe der Nummern, die für "größere Verlage ein Muss" seien, beauftragt. Neben einer Gebühr in Höhe von zehn Mark fallen dabei auch Kosten für den Eintrag in das "VLCD", ein Verzeichnis aller lieferbaren CDs, an. Einem deutschen Computermagazin zufolge sei nach Aussagen des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) und der International Organization for Standardization (ISO) dies der Versuch, die weit verbreitete Rechtsunsicherheit im Bereich der neuen Medien auszunutzen.