Big Player in Sachen DVD ist und bleibt die USA und der deutsche Hard- und Softwaremarkt hinkt derzeit noch hinterher. Zu diesem Schluss kam Ben Keen von "Screen Digest" auf dem zweitägigen Brachenforum "DVD Entertainment 2002" in München.

Im Rahmen der "DVD Entertainment 2002" des Entertainment Media Verlag präsentierte Ben Keen, Executive Director and Editor von "Screen Digest", die neuesten Marktforschungsergebnisse. So sollen 2002 weltweit 111 Mio. DVD-Player in den Haushalten stehen. Dazu kämen noch 43 Mio. Spielkonsolen mit DVD-Abspieloption. Uneingeschränkter Marktführer sind die USA. Ende 2002 werde fast jeder zweite US-Haushalt einen DVD-Player sein Eigen nennen. Für Westeuropa wird von 17 Prozent Haushaltsausstattung ausgegangen - gleichbedeutend mit 28 Mio. Playern.

Deutschland bald auf Überholspur?

Insgesamt sollen 2006 außerhalb Nordamerikas 261 Mio. DVD-Player und DVD-Rekorder in den Haushalten zu finden sein. 2003 soll erstmals weltweit mehr Umsatz mit DVD als mit VHS erzielt werden. 2006 soll DVD bereits über drei Viertel des Gesamtumsatzes tragen. Der deutsche Markt hinkt derzeit noch hinterher. Berücksichtigt man im rein westeuropäischen Vergleich die durchschnittlichen Ausgaben eines Haushalts für Videosoftware, liegt Deutschland mit 150 Euro nur auf dem siebten Rang.

Beim Spitzenreiter Großbritannien werden im Schnitt über 400 Euro im Jahr für Video ausgegeben. Für die Zukunft gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer. Zieht man den prozentualen Anteil von DVD an den gesamten Videoausgaben in Betracht, rangiert Deutschland bereits auf Platz zwei hinter Frankreich. Und im Zuge dessen könnte Deutschland im internationalen Vergleich bald auf die Überholspur wechseln.

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