Sega-Tochter kauft Crytek das Studio in Sofia ab
Creative Assembly, Tochterunternehmen von Sega, hat Crytek Black Sea übernommen. Das Studio in Sofia arbeitet an bisher unbekannten Projekten und stand auf der Streichliste des Frankfurter Entwicklers Crytel.
Die rund 60 Mitarbeiter von Crytek Black Sea haben Gewissheit, was ihre Zukunft betrifft. Und die könnte durchaus rosig sein. Denn der traditionsreiche britische Spieleentwickler Creative Assembly hat das Studio übernommen und gliedert es als Creative Assembly Sofia in sein Developernetzwerk ein. Die Sega-Tochter Creative Assembly bezeichnete den Kauf als weiteren Wachstumsschritt. 2016 hatte Creative Assembly einen dritten Studio-Standort in Großbritannien eröffent und seine Mitarbeiterzahl nach eigenen Angaben um 37 Prozent auf über 500 erhöht.
Aus deutscher Sicht ist der Verkauf nicht überraschend. Crytek hatte im Dezember 2016 gesundschrumpfen zu wollen. Dabei wurde auch ganz offen kommuniziert, dass Crytek sein Engagement in den Studios in Budapest, Seoul, Shanghai, Istanbul und eben auch Sofia beenden will. Konkrete Maßnahmen nannten die Gebrüder Yerli damals nicht. Sie kündigten jedoch Pläne an, um die Arbeitsplätze an den betroffenen Standorten zu erhalten. Im Fall Crytek Black Sea haben sie jetzt also Wort gehalten. Und vieles spricht dafür, dass derzeit im Hintergrund auch für die anderen Standorte ähnliche Lösungen gesucht werden.